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„Künstleraudienz“ mit Rüdiger Stecklenberg alias Carl Hasenpflug

[(c): Peter Windhövel] ©Peter Windhövel

Der Künstler Carl Hasenpflug hätte seine Freude daran gehabt, wie Rüdiger Stecklenberg, den berühmten Architektur-Maler auf der Bühne darstellt. Vielleicht würde er ihm seine Hilfe bei der Malerei anbieten, denn Rüdiger Stecklenberg zeichnet auch, doch er kam über das Laientheater zur Bildenden Kunst.

Wenn Rüdiger Stecklenberg heute Leinwand und Farben sieht, dann juckt es in seinen Fingern. Das war nicht immer so. Sowohl Kultur als auch Kunst haben den gelernten Dachdecker jahrzehntelang nie interessiert. Als 1999 für das Musical „Halberstädter Zeitenreise" Sänger gesucht wurden, begleitete er seine Frau zum Casting und wurde dort – zunächst unfreiwillig – verpflichtet.

Der Regisseur Christoph Zwiener fand Gefallen an dessen Stimmlage und schob ihn zwischen die Bässe. Langsam fand Rüdiger Stecklenberg Gefallen an dem Musical. Er übernahm sogar Solopartien, wie die des Malers Carl Hasenpflug. Authentischer wurde die Rolle für ihn, weil er für jede Vorstellung ein neues Bild malte, um nicht vor einer leeren Staffelei zu stehen. Daneben entwarf und erstellte er die Bühnenbilder und Requisiten, z. T. nach historischen Vorbildern, – so fand Rüdiger Stecklenberg zu seinem künstlerischen Schaffen.

„Keinesfalls verstehe ich mich als Künstler – Doch urteilen Sie selbst!“ (O-Ton Stecklenberg)

Seit dem 12. September 2018 ist in der Ausstellungsscheune im „Schraube-Museum. Wohnkultur um 1900“ eine repräsentative Auswahl seiner Werke zu sehen und käuflich zu erwerben.

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen wird nun der „Künstler“ Stecklenberg am ersten Adventwochenende in der Ausstellung präsent sein und allen Interessierten die Hintergründe seines Schaffens anhand seiner ausgestellten Bilder sowie Theaterrequisiten erläutern und sich gerne der Kunstkritik stellen.

Wir laden Sie daher herzlich zu dieser Künstler-Audienz am Samstag, 1. Dezember und Sonntag, 2. Dezember, jeweils von 13 bis 16 Uhr ins „Schraube-Museum“, Voigtei 48, ein. Der Eintritt beträgt 3,- Euro.

Die Ausstellung mit den Bildern von Rüdiger Stecklenberg wird zudem noch bis 24. Februar 2019 dort zu sehen sein.

TEXT: Dr. Antje Gornig / Städtisches Museum Halberstadt
FOTO: Rüdiger Stecklenberg als Maler Carl Hasenpflug, Peter Windhövel

 

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle / 26.11.2018

© Jeannette Schroeder E-Mail

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