Pressemitteilungneu | Pressemeldungen

Jugendliche fordern Umdenken, um die Zukunft nicht zu zerstören

[(c): Sabine Scholz - Volksstimme]

„Die Zukunft gehört uns – zerstört sie nicht!“ Unter diesem Motto stand am Samstag eine Kundgebung auf dem Holzmarkt. Organisiert hatte sie „Rassismus raus aus den Köpfen“, ein noch loser Zusammenschluss mehrerer Jugendlicher. Der 18-jährige Niklas Radtke begrüßte die geschätzt 80 Zuhörer auf dem Holzmarkt, die den Forderungen der Jugendlichen Nachdruck verleihen wollten.

Mit vielen Fakten machten Luca und Janos Hiltscher in emotionalen Reden auf die Umweltzerstörung aufmerksam, auf die bereits spürbar werdenden Folgen des Klimawandels. Die beiden Jugendlichen prangerten Habgier handelnder Politiker und Unternehmer ebenso an wie die Bequemlichkeit vieler Konsumenten.


„Wir tragen Veranwortung für unsere Stadt, für unsere Mitmenschen“, sagte Luca Hiltscher. Am Beispiel ghanaischer Kinder, die auf riesigen Elektronikschrotthalden leben und den Müll dort verbrennen, um an die Kupferanteile heranzukommen, zeigte sie auf, wie sehr deutsche Konsumenten Mitschuld daran tragen, dass es anderen schlecht gehe, immerhin ist Deutschland der viertgrößte Müllexporteur der Welt. „Für ein Kilogramm Kupfer bekommen die Menschen in Ghana einen Euro. Und bei uns will jeder jedes Jahr ein neues Handy“. Auch ihr Bruder Janos brachte Fakten vor und forderte die Zuhörer auf, keine Angst davor zu haben anzuecken. Nur wenn man anecke, könne man etwas ändern.

Nach den Rednern, zu denen auch Anneli Borgmann von den Harzer Grünen gehörte, setzte sich ein Demonstrationszug mit 64 Aktiven in Marsch Richtung Johannisbrunnen.

Text und Foto: Sabine Scholz, Volksstimme

© Jeannette Schroeder E-Mail

Zurück