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Vor einem Jahr brannte das Schachmuseum Ströbeck

[(c): Stadt Halberstadt/Feuerwehr Halberstadt]

Am 14. November jährt sich der Brand des Schachmuseums im Schachdorf Ströbeck, der so schwer war, dass das Gebäude Am Platz des Schachspiels geräumt werden musste. Nur dem schnellen Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehren war es zu verdanken, dass die einmalige Sammlung des Schachmuseums Ströbeck den Brand größtenteils unbeschadet überstanden hat.

Eine Welle des Mitgefühls, zahlreiche Spendenaufrufe und prominente Unterstützung begleiteten die ersten Wochen nach dem Brand – bis heute sind über 14.000 € Spenden auf dem städtischen Spendenkonto eingetroffen. Das Team des Städtischen Museums, dem das Schachmuseum Ströbeck zugeordnet ist, hatte monatelang zu tun, in Schutzmontur sich einen Überblick zu verschaffen sowie die geborgenen Objekte zu sichten, in Schadenskategorien zu unterteilen, mit Fotos dokumentiert und für die Auslagerung zu verpacken.

Nach den Aufräum-, Sicherungs- und Bergungsarbeiten kamen die Experten: die Versicherungen schickten ihre Kulturgutbeauftragten und Restauratoren erstellten Gutachten zum Umfang der Schäden. Mittlerweile ist das ehemalige Museumsgebäude komplett geräumt, alle Exponate der wertvollen Sammlung sind von Ruß und Schadstoffen gereinigt und mit der Einrichtung in einem Zwischendepot sicher ausgelagert. Erste Restaurierungen konnten in Auftrag gegeben werden und vollendet werden, darunter das wertvolle Kurfürstenschachbrett aus dem Jahr 1651.

Im Zwischenmagazin beginnt nun die neue Sammlungsmitarbeiterin Friederike Hausmann die Arbeiten zur Inventarisierung in der Datenbank, um die Zuarbeiten für die Kulturgutversicherung abzuschließen und die Ströbecker Sammlung wieder aufbauen zu können. Somit sollen die Grundlagen für eine neue Dauerausstellung in Ströbeck geschaffen werden.

Überlegungen zur Wiedereinrichtung des Schachmuseums im Ströbecker Bürgerhaus konkretisieren sich. Sie geben Hoffnung, dass das Museum ganz bald einen wichtigen Beitrag für die Aufnahme der Ströbecker Schachspieltradition in die internationale UNESCO-Liste leisten kann.

Für Nachfragen oder Interviews stehen stellvertretend für die Museumsleiterin Frau Antje Gornig die Mitarbeiterin Frau Hausmann (551478), für die Bearbeitung der Schachmuseumssammlung, und/oder der Mitarbeiter Herr Pohl (551477), der direkt mit der Bergung nach dem Brand verantwortlich mit angepackt hat, zur Verfügung.

Fotos (alle Städtisches Museum)

© Anja König E-Mail

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