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Erinnerung an die Deportation der letzten Halberstädter Juden

[(c): Stadt Halberstadt]

In Erinnerung an die Deportation der letzten Halberstädter Juden im Jahr 1942 fand am Sonntag, 12. April 2020, an den Steinen der Erinnerung vor dem Dom ein stilles Gedenken statt. Oberbürgermeister Andreas Henke, Pfarrerin Hannah Becker vom Cecilienstift Halberstadt, Elisabeth und Jürgen Jüling sowie die Familie Oelmann trafen sich an den Gedenksteinen und der kürzlich angebrachten Gedenktafel, die von Pfarrerin Hannah Becker und Familie Jüling gesponsert wurde.

Die Tafel trägt folgenden Inhalt: „Am Domplatz 37 befand sich das Einwohnermeldeamt der Stadt Halberstadt. Dort mussten sich am 12. April 1942 die sogenannten arbeitsfähigen Juden unter 65 Jahren zur Deportation einfinden. 102 Menschen, darunter 22 Kinder und Jugendliche, wurden nach Magdeburg transportiert. Am 24. April wurden sie über Potsdam und Berlin ins Warschauer Ghetto deportiert. Niemand kehrte zurück.“

Oberbürgermeister Andreas Henke: „Auch in Halberstadt gab es zur Zeit des Nationalsozialismus eine große schweigende Mehrheit, die wusste, was mit unseren jüdischen Mitbürgern geschah. Um so wichtiger ist unsere Verantwortung heute, darauf aufmerksam zu machen, daran zu erinnern und die Geschehnisse ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

Bildunterschrift:

Gedenktafel – gesponsert von Pfarrerin Hannah Becker und Elisabeth und Jürgen Jüling.

(Foto: Stadt Halberstadt)

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle /14.04.2020

© Ute Huch E-Mail

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