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Die ersten gebrauchten Impfampullen Deutschlands sind nun zeithistorische Objekte

[(c): Stadt Halberstadt, Pressestelle]


Wie bekannt, war der Impstart gegen das Covid-19 Virus in Deutschland für den 27.12.2020 geplant. Da aber am 26.12.2020 die ersten Ampullen impfbereit im AMEOS Klinikum in Halberstadt angeliefert worden, wurde kurzfristig entschieden, die ersten Impfungen zeitnah vorzunehmen.

„Die Ampullen waren Mittags da und dann wurde geimpft,“ so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Begall.

 

Damit wurde in Halberstadt, einen Tag früher als geplant, deutschlandweit zuerst geimpft. Empfänger der ersten Impfung waren Pflegekräfte und medizinisches Personal. Ein paar dieser „ersten“ Impfampullen (nun leer) hat Prof. Begall dem Städischen Museum der Stadt Halberstadt übergeben.

Musemumsleiterin Dr. Antje J. Gornig hat für die geplante Austellungsvitrine weitere Ausstellungsstücke bereitgestellt, so beispielsweise einen textilen und natürlich unbenutzten Mund-Nasen-Schutz mit dem Halberstadt-Logo, eine Restaurantlieferkarte oder die Ampullen-Palette, welche das Gymnasium Martineum zur Unterstützung des Landkreises Harz für die Impfstoff-Aufbewahrung mit dem 3-D-Drucker erstellt hat.

Oberbürgermeister Daniel Szarata bedankte sich bei allen Beteiligten für die Idee, die nun schon zeitgeschichtlichen Ausstellungsstücke zusammenzutragen:

„Halberstadt kann mehr, dass sehen wir heute wieder beispielhaft. Ob es nun gut oder schlecht war, dass Halberstadt noch vor dem bundesweiten Impfstart mit dem Impfen begonnen hat, darüber sollen sich Historiker den Kopf zerbrechen. Für uns war wichtig, so schnell wie irgendmöglich den Kampf gegen das Virus aufzunehmen. Ich bin froh, dass Prof. Dr. Begall und unser Städtisches Museum soviel Weitblick besessen haben haben, diese wertvollen Zeitzeugnisse, die hoffentlich den Anfang vom Ende der Pandemie belegen, zu sichern, aufzubewahren und auszustellen.“

Stadt Halberstadt, Pressestelle/07.05.2021

© Jeannette Schroeder E-Mail

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