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Tag der Provenienzforschung und zugleich Ausstellungseröffnung

Tag der Provenienzforschung und zugleich Ausstellungseröffnung

Am Mittwoch, 13. April 2022, wird der Tag der Provenienzforschung begangen, bei dem es um die Herkunft von Objekten geht. Das Gleimhaus beteiligt sich an diesem Aktionstag mit einer Abendveranstaltung um 19.30 Uhr, die zugleich Ausstellungseröffnung und Beginn eines Themenjahres ist.

Das Gleimhaus startet das Themenjahr „Frauen und Künste“ aus Anlass des bevorstehenden 300. Geburtstages der Dichterin Anna Louisa Karsch im Dezember 2022.

Von April 2022 bis April 2023 stehen Frauen und ihre künstlerische (literarische, bildkünstlerische und musikalische) Arbeit im Fokus des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms. Der Bogen wird vom 18. bis zum 20. Jahrhundert gespannt. Den Auftakt bildet die Kabinettausstellung „Frauen schreiben – Bücher und Handschriften von Frauen in Gleims Literaturarchiv“.

Durch welche Hände sind Sammlungsstücke gegangen? Was weiß man über die Herkunft von Objekten bei Gleim? Gleim war ein versierter Sammler. Engagiert hat er sich nicht nur um die Erweiterung seiner Porträtgemäldesammlung, seines „Freundschaftstempels“, gekümmert, sondern auch um die Mehrung seiner Bibliothek und seiner Handschriftensammlung. Wichtig waren ihm hierbei auch Objekte von Frauen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag bei den Handschriften von Anna Louisa Karsch. Es war schon der damaligen Öffentlichkeit bewusst, dass der Halberstädter Dichter und Sammler die bedeutendste Karsch-Sammlung zusammengetragen hatte.

Die Direktorin des Gleimhauses Dr. Ute Pott beleuchtet in ihrem Eröffnungsvortrag die Möglichkeiten des (literarischen) Schreibens von Frauen im 18. Jahrhundert und stellt ausgewählte Handschriften und Bücher von Frauen im Hinblick auf ihre Provenienz vor.

Bei einem Glas Sekt, Wasser oder Wein wird anschließend die kulturelle Geselligkeit gepflegt sowie zum Rundgang der Ausstellung eingeladen.

Die Sonderausstellung „Frauen schreiben“ ist vom 14. April bis zum 19. Juni 2022 zu sehen. Sie zeigt in einem ‚Frauen-Freundschaftstempel‘ ausgewählte Schreiberinnen und ihre Texte. Der Bogen der Ausstellung reicht von Sophie Dorothea Gleim (die Nichte, die Gleim den Haushalt führte und die im Schreiben nur wenig geübt war) bis zur erfolgreichen Romanautorin Sophie von La Roche und zur Dichterin Anna Louisa Karsch.

Beleuchtet werden anhand ausgewählter Vorläuferinnen aus Frankreich und England auch Spuren europäischer weiblicher Literaturgeschichte.

Weitere Informationen sowie den detaillierten Veranstaltungskalender zum Themenjahr finden Sie unter www.gleimhaus.de .

Der Eintritt zu der Veranstaltung am 13. April 2022 ist frei.

© Jeannette Schroeder E-Mail

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