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Sanierung der Diesterwegschule läuft auf Hochtouren

[(c): Stadt Halberstadt/Pressestelle]

Am 27. September 2018 wurde der erste Spatenstich feierlich vollzogen. Der Baufortschritt an der Diesterwegschule in der Sargstedter Siedlung ist unübersehbar. Die Dächer des gesamten Gebäudes (ca. 3.500 Quadratmeter Fläche) und die Fenster sind erneuert, der historische Kratzputz an der Fassade (3.000 Quadratmeter Fläche) ist in Teilen aufgetragen, im Keller steht eine neue Heizungsanlage, die Räume sind allesamt entkernt, die Fußböden werden ertüchtigt, Elektroleitungen verlegt. Die Bauteile 1 bis 4 erhalten in Kürze neue Außentüren. In der kommenden Woche werden die Baugerüste an den Bauteilen 4 und 3 entfernt.

Demnächst erfolgt die Bauwerkstrockenlegung durch den Einbau einer vertikalen und horizontalen Sperrschicht. Dazu muss um das Gebäude ringsherum (650 laufende Meter) ausgeschachtet werden. Logistik und enge Absprachen sind erforderlich, damit sich die Handwerker der einzelnen Gewerke „nicht in die Quere kommen“.

Aus diesem Grund finden regelmäßige Bauberatungen unter Leitung der zuständigen Architektin, Sylvia Schumann, (Büro Kirchner + Przyborowski) statt. Am Beratungstisch sitzen dann Verantwortliche aller Gewerke unter Einbeziehung der Denkmalpflege, der Bauaufsicht, des Bauordnungsamtes, des Brandschutzes, des Bau- und Liegenschaftsmanagementes Sachsen-Anhalt sowie Vertreter der Schulleitung und des Fördervereins. Dabei spielt auch immer wieder die Frage nach der Kompensation des Kostenrahmens eine große Rolle, und man sucht gemeinsam nach Lösungen. „Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist für alle, die an der Sanierung arbeiten eine große Herausforderung“, sagt Kurt Fümel, verantwortlicher Mitarbeiter der Hochbauabteilung der Stadtverwaltung Halberstadt, bei einem Ortstermin mit der Presse, zu dem auch die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates eingeladen waren.

Der mit 5,5 Mio. Euro festgelegte Kostenrahmen ist bis zum heutigen Zeitpunkt auf 7,4 Mio. Euro angestiegen. Diese aktuelle Investitionssumme ist mit Zustimmung des Stadtrates im Haushalt der Stadt festgeschrieben. Über die detaillierte Kostenentwicklung wird im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 21. November informiert.

Für den Kostenaufwuchs sorgen unter anderem die in der ursprünglichen Investitionssumme nicht enthaltenen Kosten für die Außenanlagen (Planfläche zur Neugestaltung der Außenanlagen: ca.: 10.800 m² davon ca.: 6.000 m² Rasenfläche Neubau und Ausbesserungen, die Differenzfläche (4.800 m²) sind Zugänge, Wege, Pausen- und Sportflächen, Einbauten unterschiedler Art - Einfriedung, Sportflächen, Spiel- und Sportgeräte etc.). Desweiteren mussten Ausschreibungen aufgehoben werden, weil es keine Bewerber gab. Von zwei Bietern gab es eine Anrufung der Vergabekammer, wobei die Vergabekammer in beiden Fällen die Auffassung der Stadt geteilt hat. Zeitverzug war die Folge. „Die Unwegbarkeiten des Vergaberechtes können wir nicht beeinflussen. Alles wird immer komplexer, zwar in gutem Sinne, aber für die Beteiligten werden die Verfahren immer komplizierter“, beschreibt Kurt Fümel die Situation. 80 Prozent der Leistungen seien bisher ausgeschrieben worden, die noch ausstehenden 20 Prozent der Leistungsvergaben (u.a. Anbauten, Verbinderbauten, Sanitär) bezögen sich auf das Finanzvolumen des Projektes, so der Baufachmann weiter. Sowohl Kurt Fümel, als auch Sylvia Schumann bestätigten den Firmen aller bisher erfolgten Arbeiten in den unterschiedlichen Gewerken eine sehr gute Arbeit.

Derzeit wird von einem Bauverzug von 10 bis 12 Wochen gesprochen. Ursachen dafür sind unter anderem die vorangestellten Kanalbauarbeiten für die Dachentwässerung, wodurch die Dachsanierung erst sechs Wochen später, als es der Plan vorgesehen hatte, gestartet werden konnte. Verzögerungen gab es außerdem durch die bereits benannten Komplikationen bei den Leistungsvergaben und durch ungünstige Witterungsbedingungen. Zu hohe Temperaturen führten wiederholt zu Unterbrechungen beim Aufbringen des historischen Kratzputzes.   

Hinsichtlich des Zeitpunktes der Fertigstellung sagt die Kurt Fümel: „Der aktuelle Bauzeitenplan sieht die Fertigstellung der Diesterwegschule für den Schulstart im August 2020 vor. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen Schule, Hort und Kindertagesstätte in das Gebäude eingezogen sein. Wir wollen den Termin halten.“

Bildunterschrift:

Baustelle Diesterwegschule Südseite: Eine große Betonpumpe befördert das Material zu den verschiedenen Gebäuderiegeln. (Foto: Ute Huch/Pressestelle/Stadt Halberstadt)

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle /26.09.2019

© Ute Huch E-Mail

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