Nächster großer Schritt für den Radwegebau in Halberstadt
Auftakt zum Fördermittel-Vorhaben: „NKI (Nationale Klimaschutzinitiative): Radverkehr als System in Halberstadt“
Am 4. Mai wurde der Spatenstich für den nächsten Radweg in der Stadt Halberstadt vollzogen. Der Radweg zwischen dem Schachdorf Ströbeck und Halberstadt markiert den Auftakt der Umsetzung der Fördermaßnahme des Bundes „Klimaschutz durch Radverkehr“.
Halberstadt erhält im Rahmen dieser Maßnahme Gesamtzuwendungen des Bundes in Höhe von 5.581.661 Euro. Die Stadt selbst trägt die Planungsleistungen in Höhe von 550.000 Euro.
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Szarata und Ströbecks Ortsbürgermeister Jens Müller und Ortschaftsrat Fabian Dörge nahmen Abteilungsleiterin Tiefbau Kerstin Walz, Tim Siliacks, Bauleiter der Firma OST BAU sowie Kathrin Willke vom beauftragten Ingenieurbüro GBP in Begleitung von Fachbereichsleiter Thomas Rimpler und Darstellern des Ströbecker Lebendschach-Ensembles den Spatenstich vor.
Oberbürgermeister Daniel Szarata sagte: „Halberstadt wird immer mehr zur Radwegestadt. Wir nehmen damit auch den Schwung des Bürgerbegehrens für mehr Geh- und Radwege mit. Die damals geforderten drei Millionen Euro haben wir längst umgesetzt. Wir können stolz sagen, dass die Stadt eine eigene Dynamik zum Bau von Geh- und Radwegen entwickelt. Für das Projekt „Radverkehr als System in Halberstadt“ müssen wir dem Bund danken, der mit 100 % Förderung der Bauleistung und über 5,5 Millionen Euro eine starke Unterstützung gibt. Mit dem Ausbau der Radwegeverbindungen werden wir die Qualität, Attraktivität und Sicherheit des Radverkehrs in Halberstadt deutlich erhöhen. Auch Fahrradreisen in der Region gewinnen an Attraktivität und fördern damit den Tourismus. Radfahren wird bei uns immer mehr eine runde Sache! Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz zum Gelingen dieser und weiterer Maßnahmen.“
Im Zuge der Baumaßnahmen des Radweges zwischen Ströbeck und Halberstadt wird der bestehende Wirtschaftsweg zu einem bituminösen Radweg, frei für landwirtschaftlichen Verkehr, ausgebaut. Geplant ist ein Radweg mit einer Breite von 3,00 m zuzüglich beidseitiger Bankette, sodass eine Gesamtbreite von 4,00 m entsteht.
Die Maßnahme gliedert sich in die Bauabschnitte Rotschwänzchenweg bis B 79 mit ca. 400 m und B 79 bis Kreuzung Bahnhofstraße mit ca. 3 km. Als letzter Bauabschnitt ist die Bahnhofstraße bis Ortseingang Ströbeck mit ca. 1,3 km vorgesehen.
Die Trassenführung des letzten Abschnitts wurde in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat Ströbeck optimiert. Um Eingriffe in den Naturbestand zu minimieren, erfolgt die Führung über die Bahnhofstraße. Die vorhandene Pflasterstraße wird zu einer Fahrradstraße (für Anlieger frei) mit einem mittigen 3 m breiten Asphaltstreifen ausgebaut.
Dadurch bleibt der Pflanzenbestand unberührt und es entsteht eine direkte Verbindung zum Ortskern Ströbeck.
Die Baufertigstellung der Bauabschnitte 1 bis 3 ist bis Ende 2026 vorgesehen. Die Zuwendungen für den Radweg Ströbeck betragen insgesamt 2.219.089,79 Euro.
Das Förderprogramm möchte PKW-Nutzer motivieren, auf das Fahrrad umzusteigen. Durch die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zum Radverkehr sollen Treibhausgasemissionen reduziert und das Klima verbessert werden, so dass zentrale Ziel des Programms.
Informationen:
Das Gesamtprojekt „NKI (Nationale Klimaschutzinitiative): Radverkehr als System in Halberstadt“ umfasst mehrere Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur:
- Radweg nach Ströbeck inklusive Wetterschutzhütte
- Radweg nach Langenstein inklusive Wetterschutzhütte
- Radweg Hans-Neupert-Straße
- Schutzstreifen Klusstraße
- Radweg Spiegelsbergenweg und Spiegelstraße
Die Fertigstellung aller Maßnahmen ist bis zum 30. Juni 2028 vorgesehen.
© Stadt Halberstadt, 05.05.2026
