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Stilles Gedenken an der Franzosenkirche für ein friedliches Halberstadt, für eine friedliche Welt

[(c): Stadt Halberstadt/Pressestelle] ©Stadt Halberstadt/Pressestelle

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, zwitschernde Vögel – genauso wie heute zeigte sich der 8. April vor 75 Jahren - mit einem gravierenden Unterschied:

Am 8. April 1945 zerstörte gegen 11.30 Uhr ein Bombenhagel unsere Stadt.

Heute, 8. April 2020, 11.30 Uhr, läuteten wie auch in den Vorjahren des Gedenkens an der Ruine der Franzosenkirche die Glocken der Stadt.

Es war ein stilles Gedenken an die Zerstörung Halberstadts vor 75 Jahren.

Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger und Oberbürgermeister Andreas Henke legten gemeinsam einen Kranz nieder – stellvertretend für alle Halberstädter Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Jahr auf Grund der Corona-Pandemie nicht an der Gedenkveranstaltung teilnehmen konnten.

Einige wenige Bürger, unter ihnen Halberstadt Ehrenbürger Werner Hartmann, waren gekommen und verfolgten das stille Gedenken, selbstverständlich in dem derzeit vorgeschriebenen Abstand voneinander. Werner Hartmann: „Mir ist es sehr wichtig, auch heute dabei sein zu können. Ich kannte viele der Halberstädter, die vor 75 Jahren hier Zuflucht in der Franzosenkirche gesucht und ihr Leben verloren haben.“

Für Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger ist es ein wichtiges Anliegen, auch in der derzeit schwierigen Situation und den Einschränkungen in unserem öffentlichen Leben den Opfern zu gedenken. Sein Wunsch ist es, „dass wir in ein paar Wochen nochmals gemeinsam mit unseren Bürgern der Zerstörung Halberstadts am 8. April 1945 gedenken können“. 

Oberbürgermeister Andreas Henke: „Stellvertretend für all jene, die heute mit uns an der Franzosenkirche innehalten wollten, darf ich unsere Ehrenbürger nennen: Schwester Ursula Sommer, unseren Stadtchronisten Werner Hartmann und den Autor und Filmemacher Prof. Alexander Kluge, der sich in besonderer Weise mit seinem künstlerischen Großprojekt `Die Macht der Musik  und den Halberstädter Friedensfenstern` dem Erinnern, dem Bewusstmachen und Mahnen verschrieben hat. Ebenso wie Werner Hartmann, der sich mit seiner jüngsten zweiten überarbeiteten Auflage von „Halberstadt brennt“ einer sachlich fundierten und akribisch recherchierten Dokumentation des Bombenangriffs widmete. Beiden, Werner Hartmann und Alexander Kluge, ist überaus wichtig, mit ihren Inhalten und Botschaften besonders jene zu erreichen, die noch einen Großteil ihres Lebens vor sich haben. Die Ruine der Franzosenkirche ist heute unser mahnendes Zeichen. Nie wieder sollen Menschen unserer Stadt und anderer Städte der Welt solch ein Kriegstrauma erleben müssen. Friedfertigkeit und Mitmenschlichkeit, Solidarität und Verständigung sind unser Gebot und gleichsam auch Verpflichtung. Lassen Sie uns darin gemeinsam zusammenstehen für ein friedliches Halberstadt, für eine friedliche Welt.“

Foto: Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger (links) und Oberbürgermeister Andreas Henke legten in Gedenken an die Zerstörung Halberstadts vor 75 gemeinsam einen Kranz an der Ruine der Franzosenkirche nieder – stellvertretend für alle Halberstädter Bürgerinnen und Bürger, die in diesem Jahr auf Grund der Corona-Pandemie nicht an der Gedenkveranstaltung teilnehmen konnten.
Stadt Halberstadt/Pressestelle/Ute Huch

Video von der Gedenkveranstaltung

Video: Florian Hartmann

Rede des Oberbürgermeisters Andreas Henke

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle /08.04.2020

© Jeannette Schroeder E-Mail

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