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Das Soziokulturelle Zentrum Zora e.V. und die Theatergruppe "Barbed Wire" aus der ZASt präsentieren Borders

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[(c): Stadt Halberstadt, Neue Medien]

Nach den beiden erfolgreichen Aufführungen des Theaterstücks „Borders“ präsentiert die Theatergruppe der ZASt am 07. März 2019 um 19 Uhr im Soziokulturellen Zentrum ZORA eine neu arrangierte und erweiterte Fassung ihres Theaterstücks.
Das Stück, das die Grenzen Europas und die Grenzen in den Köpfen der Menschen thematisiert, wurde vom iranischen Regisseur Majid Maghareh inszeniert und von Bewohnern der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber Halberstadt umgesetzt. In der Performance, die getragen wird durch Gesten, Bilder und Musik, verarbeiten die Darsteller auch ihre eigenen Fluchtgründe und -erfahrungen. Dabei ist es ihnen wichtig, dass man sie als Mensch hinter dem Begriff „Flüchtling“ wahrnimmt und nicht nur als breite Masse.

Über das Stück:

Eine Künstlerin hat Figuren in ihren Gedanken geschaffen, die auf der Bühne zum Leben erweckt wurden. Konfrontiert mit Problemen müssen diese ihre Heimat verlassen, um ihr Leben zu retten. Die Malerin versucht ihren Figuren auf dieser Reise zu helfen und die Grenze zur Inexistenz und Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Sie versucht Hoffnung zu schüren auf ein besseres Leben, aber eine böse Kraft versucht dies zu verhindern. Eine gefährliche Reise beginnt...


Über das Team:

Im November 2018 wurde in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber Halberstadts eine Theatergruppe “barbed wire” (zu Deutsch “Stacheldraht”) gegründet. Ziel war es, den Menschen zu zeigen, dass Kunst eine gemeinsame Sprache für alle Nationen sein kann - unabhängig von Rasse, Herkunft oder Sprache. Auch war es eine willkommene Abwechslung von den harten Lebensbedingungen im Flüchtlingslager, in dem für die Bewohner - die oft tausende Meilen von der Heimat entfernt sind - Hoffnung die einzige Option ist. Die Theatergruppe hat einen schwierigen Weg hinter sich, da sie aufgrund von Transfermaßnahmen Mitglieder verloren hat und mit neuen Teilnehmern wieder von Vorne beginnen musste. Ohne professionelle Ausbildung der Mitglieder oder Theaterequipment stand der Gruppe nur ein Raum zum Proben zur Verfügung - ein Wohncontainer und eine Vision. In dem Stück “Borders” verschwimmt die Grenze zwischen den Rollen und Schauspielern, haben sie doch alle ihre persönlichen Fluchtgeschichten zu erzählen. Ohne aufwendiges Make Up oder Special Effects bewegt sich das Theaterstück zwischen grausamen Lebensumständen und der Hoffnung, dass auf die Welt von heute doch noch ein großes Morgen folgt. Es ist eine knappe und harte Darstellung der Realität vieler Flüchtlinge in Deutschland, die in ihrer schlichten Umsetzung umso mehr berührt.

 

Stimmen zu den vorherigen Aufführungen:

„Ein sehr emotionales und authentisches Theaterstück in der ZORA erlebt. „Borders“, von Bewohnern der Halberstädter ZAST auf die Bühne gebracht, mit viel Applaus belohnt.“ OB Andreas Henke

„Auch wenn das Theaterstück nicht ganz ohne politische Agitation auskommt, es ist ein starkes Theaterspiel, das da gezeigt wird. Es berührt.“ Volksstimme

„Entstanden ist so ein düster-trauriges Stück, das ohne viel Beiwerk auskommt.“ GeneralAnzeiger

 

07. März 2019 - 19:00 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr
Eintritt ist frei

ZORA e.V.
Am Johanniskloster 9
38820 Halberstadt

© Alina Sternke E-Mail

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