Wenn nichts mehr hilft …

Ein Blog über den OPAC – Teil 3

[(c): Stadtbibliothek Halberstadt]

 

Eigentlich ist das Thema „OPAC“ schon ausgiebig bearbeitet, aber würde ich jetzt aufhören, dann wäre es keine Trilogie geworden und das wäre doch sehr schade, also kommt hier noch ein kleiner Beitrag zum Suchen mit und ohne OPAC:

Neben den Suchanfragen, deren Herangehensweise ja im letzten Blog umfassend geklärt wurde und solchen, die wir ganz schnell beantworten können, wenn Sie sich an uns Mitarbeiter der Bibliothek wenden, gibt es auch noch solche, die auch für uns eine echte Herausforderung sind:
„Sie hatten hier beim letzten Mal ein Buch ausgestellt, das sah vielversprechend aus. Es war – glaube ich – blau, vorn war ein [ich bitte um Verzeihung, ich weiß wirklich nicht mehr, was angeblich auf dem Cover war] drauf. Das würde ich gern mitnehmen.“ Ähm, ok … also ganz ehrlich: Ich kann Ihnen helfen, wenn Sie den 2./3./4. oder auch 23. Teil Ihrer bestimmten Reihe suchen (wenn Sie denn wissen, wie die Reihe heißt, oder der Vorgängerband, oder der Autor, ggf. löse ich das Problem sogar durch die Suche nach dem Protagonisten), ich kann Ihnen helfen, wenn Sie „Das neue Buch von …“ suchen, selbst wenn Sie mich fragen, was wir denn neues aus diesem oder jenem Interessenskreis haben: ich beschaffe Ihnen alles – vorausgesetzt, wir haben es (schon) im Bestand – aber wenn Sie mir nur das Cover beschreiben und dazu keine Ahnung haben, wer der Autor sein könnte oder wie der Titel (in etwa) gelautet haben könnte, gerate ich durchaus an meine Grenzen …
Tatsächlich haben wir beim Ausschalten der OPACs schon mehrfach erlebt, dass Suchanfragen darin standen, die aber auf genau so eine „grenzwertige“ Recherche schließen ließen. Da stand im Stichwort z. B. „blau schwedenhaus“ oder „rot krone zepter“. Schön, wenn Sie so genau wissen, wie das Buch, das Sie suchen, aussieht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit dieser Suchanfrage tatsächlich erfolgreich sein werden, ist doch eher gering (und damit umschreibe ich eigentlich sehr freundlich das Wort „aussichtslos“).
Es soll aber – habe ich mir sagen lassen – Suchmaschinen im Internet geben (ok, ich meine diese eine bestimmte Suchmaschine), über die Sie (mit etwas Glück) bei so einer Beschreibung tatsächlich einen Hinweis darauf bekommen, wie Ihr gesuchtes Buch heißt. Und dann: Ja, dann finden Sie auch über den OPAC heraus, ob wir dieses Buch haben, wo es steht und ob es derzeit verfügbar ist.
Wenn Ihnen diese Recherche zu anstrengend ist oder Sie keine Möglichkeit haben, vor Ihrer Suche am OPAC eine solche Recherche durchzuführen, können Sie mich natürlich gern fragen. Sie müssen mit einem kurzen geschockt-verzweifelten Blick und einem schweren Ausatmen rechnen, aber dann hole ich mir schnelle Hilfe über das World Wide Web und – Trommelwirbel – finde (oder finde nicht) den Titel des Buches, was mich dazu befähigt, in unserem Bestand danach zu suchen.
Noch ein kurzer Hinweis dazu: Natürlich frage ich Sie dann, bevor ich weiter recherchiere: „Könnte es „[Titel des Buches]“ gewesen sein?“ – wenn Sie mich dann fragend anschauen und sagen: „Keine Ahnung, kann sein. Vielleicht?“ sind wir nicht wirklich einen Schritt weiter …
Und wenn gar nichts mehr hilft: Dann stöbern Sie doch einfach durch den Bestand – vielleicht ist ja dieses mal wieder etwas ausgestellt, das vielversprechend aussieht und dann nehmen Sie eben erstmal das ;-)

© Maria Schmidt E-Mail

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