„Ist das Kunst oder kann das weg?“

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Wie bereits aus meinem Blogbeitrag zum Thema Basteln deutlich hervorgegangen sein sollte, hält sich meine handwerklich schaffende Leistungsbefähigung – gelinde gesagt – in Grenzen.
Da wird es wohl wenig überraschen, wenn ich nun mitteile, dass ich nicht Häkeln oder Stricken kann, alle Nähte krumm und schief werden, wenn ich mich an die Nähmaschine begebe und auch der größte gute Wille nichts nützt, wenn ich versuche zu sticken.
Die feinmotorischen Ausprägungen meiner Hände sind für kreative Arbeiten offensichtlich nicht ausgelegt, was unweigerlich zur Schlussfolgerung führt, dass ich auch für handwerklich-schöpferische Tätigkeiten – kurz „Handarbeiten“ – ungeeignet bin. Es soll aber Leute geben, die nicht nur super gut häkeln und stricken können sondern dies auch gern tun.

Eine Gruppe solcher „Woll-Lüstigen“ trifft sich – betreut durch den Bibliotheksförderverein e.V. – in regelmäßigen Abständen in der Bibliothek und häkelt und strickt drauf los.
Der dabei entstehende Lautstärkepegel hat schon so manchen eifrigen Leser verschreckt, der auf der Suche nach einem Buch mit vor Angst geweiteten Augen die Flucht von der 4. Ebene ergriff und spontan entschied, doch lieber sein Wissen in anderen Bereichen zu vertiefen. Ja, wenn sich die „heißen Nadeln“ treffen (Name selbst gewählt, ich hätte wohl „Stricklieseln“ geschrieben), dann sind sie meist völlig von der Wolle.
Auch Anfänger dürfen sich dieser Runde anschließen, um (dazu) zu lernen. Die regelmäßigen Teilnehmerinnen kommen allerdings schon lange nicht mehr nur, um voneinander zu lernen und sich aus unseren Büchern (X 322 Stricken, Häkeln) und Zeitschriften (Anna – Ideen zum Selbermachen; Mollie Makes; Selbstgemacht) Anregungen für neue Projekte zu holen, sondern auch wegen der Geselligkeit.
Es wird geschwatzt, gescherzt, gelacht. Bei ausgelassener Stimmung entstehen kleine Kunstwerke und wenn sich die Damen dann bei uns verabschieden, strahlen sie übers ganze Gesicht – manchmal zeigen sie uns noch stolz, was sie dieses mal begonnen oder vollendet haben und ich bin immer ganz überwältigt, was frau mit etwas Geschick aus einem Wollfaden so zaubern kann…
Und wenn ich „frau“ schreibe, dann meine ich es auch so: ich habe tatsächlich schon alle Altersgruppen vom Kind bis zur Rentnerin dabei gesehen, aber noch nie einen männlichen Teilnehmer – schade eigentlich, denn das wäre doch mal eine außergewöhnliche Masche, um Kontakte zu knüpfen ;-)

Die „heißen Nadeln“ treffen sich das nächste mal am 07.03.2019 von 15:00-18:00 Uhr auf der 4. Ebene der Bibliothek. Wolle und Strick-/Häkelnadeln sollten Sie besser selbst mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wahrscheinlich etwas weniger ausgelassen wird die Stimmung wohl beim Nähvormittag des Vereins „Herzenssache e.V.“ sein, auf den ich an dieser Stelle aber ausdrücklich aufmerksam machen möchte. Am 06.04.2019 wird in der Zeit von 11-14 Uhr in der Bibliothek für einen guten Zweck genäht. Es werden Freiwillige gesucht, die dabei helfen, Kleidung und Ausstattung für Frühchen und Sternchen zu nähen. Der Verein stellt Material und Schnittmuster bereit, Nähmaschinen müssen mitgebracht werden.
Es ist ein ernstes und schwieriges Thema, aber wenn Sie Zeit und Lust haben (und wenn möglich sogar schon etwas Näherfahrung mitbringen), können Sie mit Ihrem Engagement Eltern in einer der schwierigsten denkbaren Situationen unterstützen.
Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.
Anmeldung zu unseren Öffnungszeiten in der Bibliothek, telefonisch unter 55-1490 oder per Email an: bibhbs@halberstadt.de.

© Maria Schmidt E-Mail

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