Die Blöße geb‘ ich mir nicht! Oder doch?

[(c): Stadtbibliothek "Heinrich Heine" Halberstadt]

Liebe Leser,

einige von Ihnen haben es sicherlich schon gesehen, gehört, bemerkt: In der Stadtverwaltung wurde die Maskenpflicht aufgehoben. Ich würde die Stadt Halberstadt damit jetzt nicht unbedingt zum gesellschaftlichen Vorreiter erklären, führten wir doch in den letzten Wochen häufiger Gespräche mit dem Inhalt: „Wie? Hier ist Maskenpflicht? Gibt es doch gar nicht mehr!“ „Doch, schon, als Hausrecht darf das sein und in allen Gebäuden der Stadtverwaltung gilt das so.“, aber als übervorsichtig würde ich die Regelung der letzten Wochen jetzt auch nicht bezeichnen. Immerhin gab es eine Zeit, in der 50 positiv auf SARS-CoV2 getestete Menschen unter 100.000 Einwohnern zur völligen Abschottung des gesamten Landkreises führten – zumindest in der Theorie. Ich habe mich jetzt nicht so ganz intensiv mit den Zahlen beschäftigt, aber ich habe den Eindruck, dass wir aktuell – wenn auch nur geringfügig – oberhalb dieses Zahlenwertes liegen könnten…

Nun sitze ich also hier an der Info – ohne Maske, denn die Aufhebung der Regelung gilt nicht nur für Besucher – und fühle mich so … ich weiß nicht, wie es anders sagen sollte … so unvollständig angezogen. Wenn ich Ihnen nun beim Betreten der Bibliothek ein Lächeln schenke, dann sehen Sie meine Zähne. Klingt für mich nicht so appetitlich … muss das so sein? Haben Menschen früher öfter die Zähne anderer Menschen gesehen? Klingt für mich nicht erstrebenswert …
Noch dazu muss ich jetzt wieder anfangen, deutlich zu sprechen, meine liebste Ausrede war: „Das kommt ganz allein durch die Maske, sonst hätten Sie mich gut verstanden.“ Und noch schlimmer, ich kann nicht mehr vertuschen, dass meine auditiven Fähigkeiten nachlassen, mein: „Entschuldigen Sie, können Sie das wiederholen? Durch die Maske verstehe ich Sie so schlecht.“ hat wohl leider ausgedient. Andererseits habe ich heute auch noch nicht einmal nachfragen müssen, was die Leser denn gesagt haben … vielleicht lag's doch an den Masken? Vielleicht höre ich tatsächlich fast so gut wie ein Luchs … damit sind meine Tage als der „WASbär“ wohl gezählt ... oder vielleicht auch nicht … wir werden sehen ;) bzw. ich lass‘ von mir hören ;)

Wie dem auch sei, an dieses Gefühl der fehlenden Bekleidung im Gesicht werde ich mich vielleicht sogar gewöhnen können. Und wenn Sie sich jetzt fragen, wer oder was denn ein WASbär ist, dann empfehle ich Ihnen hiermit gern: Das NEINhorn von Marc-Uwe Kling – ich weiß, ich habe Ihnen schonmal die Känguru-Bücher (und später den Film) vom selben Autor empfohlen: Ich möchte Ihnen hiermit versichern, dass ich kein durchgedrehter Groupie bin, der wahllos alles gut findet, was das vermeintliche Idol produziert, aber beim NEINhorn handelt es sich tatsächlich um einen Spaß für Klein und Groß – vorausgesetzt, Sie mögen Wortwitze … was ich impliziere … weil Sie diesen Blog lesen …

Dann also viel Spaß und lassen Sie sich nicht von der Tatsache abschrecken, dass es vortäuscht, ein Kinderbuch zu sein ...

Marc-Uwe Kling ; Astrid Henn: Das NEINhorn                                                      Kinderbibliothek (Erzählung bis 2. Schulj.)

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE             Kinderbibliothek (Erzählung bis 2. Schulj.)

© Maria Schmidt E-Mail

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