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Oberbürgermeister Szarata besucht Nordsaat Saatzucht in Böhnshausen

[(c): Stadtmarketing/Pressestelle]

Schon von weitem künden zwischen Halberstadt und Heimburg die Werbeaufschriften „Saaten Union“ und „Nordsaat“, dass hier etwas Besonderes sein muss. In der Tat, in Böhnshausen, einem Ortsteil der Ortschaft Langenstein der Stadt Halberstadt ist ein bedeutendes mittelständisches Saatzuchtunternehmen zu Hause!  Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Holger Werkmeister besuchte Halberstadts Oberbürgermeister Daniel Szarata den Saatzuchtbetrieb „Nordsaat Saatzucht GmbH“. Zusammen mit sechs anderen mittelständischen Pflanzenzüchtern bildet sie die „SAATEN-UNION GmbH“, welche für den Vertrieb verantwortlich ist.

 

Senior-Geschäftsführer Wolf von Rhade und sein Sohn Alexis gaben den Gästen einen kleinen Einblick in die Arbeit des Betriebes. Dessen Geschichte reicht weit zurück, wie Wolf von Rhade erläuterte. Die Saatzucht im Allgemeinen hat im Regenschatten des Harzes eine große Tradition, mitbegründet durch den bekannten Agrarwissenschaftler Wilhelm Rimpau. Die „Wiederentdeckung“ der Mendelschen Regeln um 1900 wird als Wendepunkt in der modernen Wissenschaft der Genetik angesehen. Sie ist Grundlage für die heutigen Züchtungsverfahren – auch bei der Nordsaat.

Den ursprünglichen DDR-Saatzuchtbetrieb übernahm nach der Wende die Nordsaat Saatzucht. Dazu löste sie ihren kompletten Betrieb in Schleswig-Holstein auf - ein Glücksfall sowohl für Böhnshausen als auch für den Familienbetrieb.

Auf ca. 200 ha Zuchtgartenfläche wird an der Weiterentwicklung von Hochleistungssorten bei Weizen, Triticale, einer Kreuzung von Weizen und Roggen, Sommer wie Winter-Gerste sowie Hafer gearbeitet. Somit dürfte jeder Mensch in Deutschland mit einem Produkt aus Halberstadt in Kontakt kommen – ob nun als Müsli, Mehl, für Brot oder Tierfutter oder eben als Bestandteil Malz des deutschen Reinheitsgebotes im Nationalgetränk Bier. Reinheit und Sauberkeit ist dabei oberstes Gebot, denn nichts darf sich hier unbeabsichtigt kreuzen bzw. vermischt werden. Dass die natürliche Züchtung hier stattfinden kann, dafür sorgen über 110 Mitarbeiter und Auszubildende im Gesamtbetrieb.

Wie verantwortlich Saatzucht passiert, mag folgendes verdeutlichen: Für eine erfolgreiche Züchtung sind 12 Jahre und durchschnittlich 2 Millionen Euro notwendig.

Gefragt nach der zukünftigen Entwicklung, äußert sich die Geschäftsführung optimistisch. Sollte es keine gravierenden Änderungen an den gesetzlichen Rahmenbedingungen geben, wird die Nordsaat im Verbund mit der Saaten-Union gut und erfolgreich weiterarbeiten können, in Europa und weltweit.

Oberbürgermeister Daniel Szarata: „Dies wird mit Sicherheit nicht der letzte Besuch gewesen sein, zumal die Stadt Halberstadt gerne dem Unternehmen bei seiner weiteren Entwicklung helfen wird. Ich bin beeindruckt, mit welchem wirtschaftlichen und sozialem Engagement im in Halberstadt ein Weltmarktführer in der Saatzucht arbeitet. Ein nicht unerheblicher Fakt: Auch die Gewerbesteuer verbleibt hier vor Ort. Dafür sage ich Danke und die bestmögliche Unterstützung der Stadt bei weiteren Vorhaben der „Nordsaat Saatzucht GmbH“ zu.“

 

Stadtverwaltung Halberstadt/Pressestelle 23.07.2021

 

 

© Larissa Böst E-Mail

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