Sie befinden sich hier: Startseite » Tourismus
BCKategorie 21.09.2015 09:27:53 Uhr

Herzkatheter aus Halberstadt

Auf dem Markt der Medizintechnik kommt man an der Primed Halberstadt Medizin-technik GmbH nicht vorbei. Mit mehr als 2.500 Produkten, davon 400 Finalprodukte, die alle ausschließlich im Bereich der Medizin eingesetzt werden, spielt Primed nicht nur eine deutschlandweite, sondern auch internationale Karte. Die Produkte aus Halberstadt werden in 30 Länder exportiert. Die Palette reicht von Urinflaschen über hochwertige Kunststoffbeutel für Blutkonserven bis hin zu Dünndarmsonden oder Trachealkanülen. Herzkatheter, die weltweit hergestellt werden, kommen aus Halberstadt. Sie wurden hier entwickelt und an der Berliner Charitè eingesetzt.

"Wir bieten ein sehr umfassendes und technisch wertvolles Programm auf dem Gebiet der Medizintechnik", sagt Geschäftsführer Harry Leibitziki zu Recht mit Stolz, als Oberbürgermeister Andreas Henke und Unternehmerbürochef Thomas Rimpler kürzlich die Firma besuchten.

Die Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH ist seit mehr als 25 Jahren Hersteller von Medizinprodukten und beschäftigt 200 Mitarbeiter in der Kunststoffverarbeitung. Gearbeitet wird im Schichtsystem, an vielen Stellen auch rund um die Uhr. Auch für qualifizierten "Nachwuchs" wird gesorgt – zur Zeit werden 40 Lehrlinge ausgebildet.

Die Firma hat erfahrene Ingenieure an Bord, die in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und Anwendern neue Erzeugnisse für die medizinische Praxis entwickeln.

Die Produkte werden auf einer Reinraumfläche von mehr als 3.000 m², die in etwa den Anforderungen eines Operationssaals entspricht, hergestellt.

Gefertigt werden die Produkte auf mehr als 70 hochmodernen Spritzgießmaschinen, zehn  Blasautomaten und zehn Extrusionsanlagen. Diese drei Technologien bilden die Produktionsgrundlage. Das Besondere der Firma ist die geschickte Verknüpfung aller drei Technologien. Hinzu kommt der eigene Werkzeugbau mit 15 Mitarbeitern und die eigene Abteilung Forschung und Entwicklung mit zehn Mitarbeitern. "Nur so können die Forschungsergebnisse schnell umgesetzt werden", weiß Leibitzki. Nicht zuletzt sind die vorhandenen Sekundärtechnologien, wie Fügetechniken zum Schweißen und Kleben oder Techniken zum Bedrucken, ausschlaggebend dafür, Finalprodukte herzustellen.

Besonders stolz ist der Firmenchef auf die Forschung und Entwicklung im eigenen Hause, die zu einem Alleinstellungsmerkmal der Firma auf dem Markt führt. "Unsere Abteilung versucht, jeden Monat ein neues Produkt zu entwickeln. Wenig Material, viel Know-how", bringt Harry Leibitzki die Firmenphilosophie auf den Punkt. Derzeit arbeiten die Ingenieure von Primed daran, einen Laserkatheter für die Behandlung von Krampfadern herzustellen. Im Herbst soll das Produkt auf dem Markt sein "Die Medizin wartet sozusagen auf die Entwicklung unseres Produktes", sagt Leibitzki lächelnd.

Eine weitere eigene Technologie, die durch die Firma ausgebaut wurde, ist die Gas-sterilisation. Seit 2002 gibt es mit dem Partnerunternehmen HA 2 Medizintechnik GmbH im Gewerbegebiet Sülzegraben eine Firma zur Sterilisation von Medizin-artikeln, die es in dieser Größenordnung in Deutschland nur noch zwei Mal gibt. Mehr als 60.000 Paletten im Jahr werden für Fremdkunden sterilisiert, 10.000 Paletten für Primed selbst. Auch hier wird mit einer eigenen Mikrobiologieabteilung auf Forschung und Entwicklung gesetzt. Darüber hinaus bietet das Halberstädter Unternehmen seinen Kunden auch den Transport und Versand der Produkte an.

"Bei uns kommt alles aus einer Hand", unterstreicht der Geschäftsführer und verweist darauf, "dass sich das Unternehmen auch durch seinen all umfassenden Kunden-service deutlich von den anderen Bewerbern abhebt." 

Oberbürgermeister Andreas Henke konnte sich bei seinem Besuch der Primed Halberstadt Medizintechnik GmbH und der HA 2 Medizintechnik GmbH davon über-zeugen, dass die insgesamt 40 Mio. Euro, die am Standort Halberstadt investiert worden sind, sich in einem gesunden, hochmodernen, produktiven, marktführenden und wissenschaftlich orientierten Unternehmen niederschlagen.

"Wir haben uns in den ganzen Jahren bemüht, für und mit der Stadt etwas zu be-wegen. Und das ist uns in einer sehr guten Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Unternehmerbüro, auch gelungen", davon ist Harry Leibitzki überzeugt.

Zurück