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Was war denn in der Kita „Bummi“ los?

[(c): Kita Bummi]

Bunte Wimpelketten und Luftballons schmückten das Freigelände der Krippen- und Kindergartenkinder in der Sargstedter Siedlung. Aber heute kamen keine Kinder in die Kita. Man sah Prinzessinnen, Indianer, Polizisten, kleine Meerjungfrauen, Dinosaurier…

Ein Kindertag, der das Wort verdient. Tagelang haben sich die Kinder auf diesen Tag gefreut und lange überlegt, in welche Rolle sie gern schlüpfen möchten. Bin ich Pippi mit abstehenden roten Zöpfen? Denn sie hat das, was sich viele Mädchen erträumen: Sie ist stinkreich und bärenstark, hat eine Villa, in der sie tun und lassen kann, was sie will und sie hat treue Freunde.


Und natürlich wird es auch die Cowboys, Ritter und Prinzessinnen geben, die einen männlich-lässig, die anderen schön wie die Blumen.

Kaum ein Kind, das sich nicht gern verkleidet, in eine andere Rolle schlüpft, und das nicht nur zur Faschingszeit. Schon die Kleinsten schieben ihre kleinen Füßchen, kaum dass sie laufen können, in Mutters Schuhe oder wickeln sich Papas Krawatte um den Hals: Guck mal, ich bin schon groß! Die gesamte Kindheit besteht zu großen Teilen aus dem Ausprobieren ungewohnter Rollen. Die Erzieher*innen geben den Kindern tagsüber den Raum für diese Art des Ausprobierens. Denn mit dem Rollenwechsel bewältigen sie die Defizite und Ängste, die sie spüren: Wer Angst vor Gespenstern hat, wird gern für eine Weile selbst zum Gespenst und erschreckt zur Abwechslung mal die anderen.

Es ist keine Show, die Kinder inszenieren, sondern sie probieren sich aus, versetzen sich in die unterschiedlichsten Rollen. Eine wichtige Voraussetzung, um Toleranz entwickeln zu können, ist die Empathie, das Sich-Einfühlen in andere Menschen, das Verständnis für deren Denk- und Handlungsweisen. Wie könnte ein Kind das besser lernen, als durch den spielerischen Wandel der Identität! Darum sind diese Spiele, wie alle, die aus der Seele kommen, wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit. Sie bieten außerdem einen Freiraum, in dem moralische Anforderungen für eine Weile außer Kraft gesetzt werden.

Kinder sind Verkleidungsprofis - das ganze Jahr über und warum also nicht zum Kindertag? „Verkleiden, schminken, Rollen tauschen - das macht Spaß!“ so war das Resümee der Kinder am Ende dieses wunderschönen Kindertages und „Das machen wir bald noch einmal!“

Nach knapp 14 langen und schwierigen Monaten mit vielen Entbehrungen, Ängsten, Quarantäne und immer wiederkehrender Notbetreuung, konnten nun alle Kinder in die Einrichtung kommen und endlich ihre Freunde wieder treffen. Den Kindern und auch Erzieher*innen war die Freude anzusehen, dass man endlich wieder unter (fast) normalen Umständen feiern konnte. Im Rahmen des internationalen Kindertages veranstaltete die Kita Bummi am heutigen Dienstag ein Kostümfest für und mit den Kindern. Neben leckeren Snacks und einem kunterbunt geschmückten Haus und Freigelände, konnten die Kinder bei tollstem Sonnenschein ausgelassen tanzen, sich ihr Gesicht lustig bunt bemalen lassen und bei den verschiedensten Spielen ihre tollen Kostüme präsentieren.

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle 01.06.2021 

© Larissa Böst E-Mail

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