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Inklusionsnetzwerk auf dem Weg zum Kita-Preis

Die Experten für Kinderpädagogik Anna von Kölln (2.v.r.) und Peter Bleckmann (r.) sprachen mit den Akteurinnen des Harzer Netzwerks "Bildung elementar inklusiv" über ihre Arbeit. [(c): Carolin Reinitz] ©Carolin Reinitz

Rund 1.500 Kitas und Initiativen haben sich um den Deutschen Kita-Preis 2020 beworben.
Das Netzwerk „Elementare Bildung inklusiv“, zu dessen Gründungs- mitgliedern auch das Cecilienstift Halberstadt gehört, hat es unter die zehn Finalisten in der Kategorie „Lokales Bündnis für die frühe Bildung“ geschafft. Die 2017 gegründete Initiative verbindet knapp 15 Netzwerker aus dem Harzkreis, die ein gemeinsames Ziel anstreben: Inklusion voranbringen.
„Wir wollen dem Wort die Schwere nehmen“, sagt Sabine Brennecke, Leiterin des Cecilienstift-Bereichs Kindereinrichtungen und Frühförderung.



„Natürlich braucht es Rahmenbedingungen, aber diese können auch während des Gehens gestaltet werden. Alles beginnt mit einem ersten Schritt.“ Und dass es sich durchaus lohnt, zeigt zum Beispiel die Kita „Am Regenstein“ in Blankenburg. „Wir sind schon seit vielen Jahren eine integrative Einrichtung und haben viel Erfahrung“, erzählte Kitaleiterin Kathrin Friedrich. „Doch als 2015 viele Kinder mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung zu uns kamen, mussten wir improvisieren und neue Wege gehen.“ Dass die Kinder täglich Lieder in verschiedenen Sprachen singen, ist nur ein Indiz dafür, wie gut dies gelungen ist.
Genau wie die Blankenburger Kita ist auch die integrative naturtherapeutische Kita des Vereins Tiere helfen Kindern e. V. in Ballenstedt eine Hospitationseinrichtung. Das heißt, bestimmte Abläufe funktionieren so gut, dass Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kitas kommen, um sich Impulse und Anregungen zu holen und sich weiterzubilden. Vereinsvorsitzende Anja Amft erzählt, dass sie von dem Netzwerk gehört hat und dann in Kontakt getreten ist. „Ich habe mir eine Vernetzungs- und Auffangfunktion erhofft und so ist auch es gekommen.“ Die verpartnerten Einrichtungen tauschen sich regelmäßig aus, sind sich gegenseitig Stütze und Ideengeber.

„Es muss doch möglich sein, dass irgendwann jedes Kind jede Kita besuchen kann, dass die Erzieherteams aus Frauen Männern bestehen, dass Religions- und Sprachenvielfalt keine Hürde darstellt“, erklärt Sabine Brennecke das gemeinsame Ansinnen. „Jeder von uns hat einen Schatz, und wenn wir all die Schätze zusammentun, können wir Inklusion im Landkreis wirklich voranbringen.“

Und genau das findet das Komitee des Deutschen Kita-Preises preisverdächtig. Derzeit reisen Anna von Kölln von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Peter Bleckmann, Experte für Kinderpädagogik, durch Deutschland, um die zehn Finalisten genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse fließen in einen Bericht für die Jury ein, die letztendlich entscheidet, wer eine Auszeichnung erhält.

Gute Chancen hat, wer Kinder überzeugend in den Mittelpunkt seiner pädagogischen Arbeit stellt, Team, Eltern und Nachbarschaft einbindet sowie aus seinen Erfahrungen lernt.

„Herzlichen Glückwunsch an dieses Team“, sagt Anna von Kölln beim Treffen mit der Netzwerkgruppe. „Die Energie und das Engagement sind sehr beeindruckend. Man merkt, wie viel Herzblut hier drinsteckt.“

Alle zehn Finalisten dürfen im Mai 2020 zur Preisverleihung nach Berlin reisen. Dort werden fünf der zehn Finalisten ausgezeichnet. Die erstplatzierte Initiative erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die vier Zweitplatzierten dürfen sich über je 10.000 Euro freuen.

© Annemarie Walker E-Mail

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Inklusionsnetzwerk auf dem Weg zum Kita-Preis

Die Experten für Kinderpädagogik Anna von Kölln (2.v.r.) und Peter Bleckmann (r.) sprachen mit den Akteurinnen des Harzer Netzwerks "Bildung elementar inklusiv" über ihre Arbeit. [(c): Carolin Reinitz] ©Carolin Reinitz

Rund 1.500 Kitas und Initiativen haben sich um den Deutschen Kita-Preis 2020 beworben.
Das Netzwerk „Elementare Bildung inklusiv“, zu dessen Gründungs- mitgliedern auch das Cecilienstift Halberstadt gehört, hat es unter die zehn Finalisten in der Kategorie „Lokales Bündnis für die frühe Bildung“ geschafft. Die 2017 gegründete Initiative verbindet knapp 15 Netzwerker aus dem Harzkreis, die ein gemeinsames Ziel anstreben: Inklusion voranbringen.
„Wir wollen dem Wort die Schwere nehmen“, sagt Sabine Brennecke, Leiterin des Cecilienstift-Bereichs Kindereinrichtungen und Frühförderung.



„Natürlich braucht es Rahmenbedingungen, aber diese können auch während des Gehens gestaltet werden. Alles beginnt mit einem ersten Schritt.“ Und dass es sich durchaus lohnt, zeigt zum Beispiel die Kita „Am Regenstein“ in Blankenburg. „Wir sind schon seit vielen Jahren eine integrative Einrichtung und haben viel Erfahrung“, erzählte Kitaleiterin Kathrin Friedrich. „Doch als 2015 viele Kinder mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung zu uns kamen, mussten wir improvisieren und neue Wege gehen.“ Dass die Kinder täglich Lieder in verschiedenen Sprachen singen, ist nur ein Indiz dafür, wie gut dies gelungen ist.
Genau wie die Blankenburger Kita ist auch die integrative naturtherapeutische Kita des Vereins Tiere helfen Kindern e. V. in Ballenstedt eine Hospitationseinrichtung. Das heißt, bestimmte Abläufe funktionieren so gut, dass Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kitas kommen, um sich Impulse und Anregungen zu holen und sich weiterzubilden. Vereinsvorsitzende Anja Amft erzählt, dass sie von dem Netzwerk gehört hat und dann in Kontakt getreten ist. „Ich habe mir eine Vernetzungs- und Auffangfunktion erhofft und so ist auch es gekommen.“ Die verpartnerten Einrichtungen tauschen sich regelmäßig aus, sind sich gegenseitig Stütze und Ideengeber.

„Es muss doch möglich sein, dass irgendwann jedes Kind jede Kita besuchen kann, dass die Erzieherteams aus Frauen Männern bestehen, dass Religions- und Sprachenvielfalt keine Hürde darstellt“, erklärt Sabine Brennecke das gemeinsame Ansinnen. „Jeder von uns hat einen Schatz, und wenn wir all die Schätze zusammentun, können wir Inklusion im Landkreis wirklich voranbringen.“

Und genau das findet das Komitee des Deutschen Kita-Preises preisverdächtig. Derzeit reisen Anna von Kölln von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Peter Bleckmann, Experte für Kinderpädagogik, durch Deutschland, um die zehn Finalisten genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse fließen in einen Bericht für die Jury ein, die letztendlich entscheidet, wer eine Auszeichnung erhält.

Gute Chancen hat, wer Kinder überzeugend in den Mittelpunkt seiner pädagogischen Arbeit stellt, Team, Eltern und Nachbarschaft einbindet sowie aus seinen Erfahrungen lernt.

„Herzlichen Glückwunsch an dieses Team“, sagt Anna von Kölln beim Treffen mit der Netzwerkgruppe. „Die Energie und das Engagement sind sehr beeindruckend. Man merkt, wie viel Herzblut hier drinsteckt.“

Alle zehn Finalisten dürfen im Mai 2020 zur Preisverleihung nach Berlin reisen. Dort werden fünf der zehn Finalisten ausgezeichnet. Die erstplatzierte Initiative erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die vier Zweitplatzierten dürfen sich über je 10.000 Euro freuen.

© Annemarie Walker E-Mail

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