Wo könnte unsere Stadt grüner werden?
Stadt sucht Vorschläge für die Entsiegelung
Wo heute Asphalt oder Beton liegt, könnte morgen Grün wachsen: Die Stadt erarbeitet derzeit ein Entsiegelungskonzept und möchte dabei die Ortskenntnis der Bürgerinnen und Bürger einbeziehen.
Gesucht werden Flächen, die sich aus Sicht der Bevölkerung für eine Entsiegelung eignen könnten.
Vorschläge können bis Ende November über das Beteiligungsportal https://beteiligung.sachsen-anhalt.de/portal/beteiligung-hbs/beteiligung/themen/1004492 eingereicht werden.
Wo gibt es einen wenig genutzten Parkplatz? Wo könnte aus einer asphaltierten Fläche ein grüner Ort werden? Und wo wäre Platz für einen Baum, eine Grünfläche oder eine Fläche, auf der Regenwasser wieder im Boden versickern kann?
Solche Hinweise sind jetzt gefragt. Die Stadt arbeitet derzeit an einem Entsiegelungskonzept, das aufzeigen soll, wo versiegelte Flächen künftig zurückgebaut und naturnäher gestaltet werden könnten.
Denn wo Asphalt und Beton den Boden bedecken, kann Regenwasser nicht oder nur eingeschränkt versickern. Besonders bei Starkregen kann das zu einer zusätzlichen Belastung der Kanalisation führen. Gleichzeitig heizen sich versiegelte Flächen an heißen Sommertagen stark auf.
Eine Entsiegelung kann gleich an mehreren Stellen positive Effekte haben: Regenwasser kann wieder im Boden versickern und dort gespeichert werden. Das kann die Kanalisation entlasten und dazu beitragen, Überschwemmungen vorzubeugen. Begrünte Flächen können außerdem für Abkühlung sorgen und neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen. Damit kann mehr Grün auch zu mehr Lebensqualität beitragen.
Bürgerinnen und Bürger kennen ihre Stadt
Bei der Suche nach geeigneten Flächen setzt die Stadt nicht nur auf Karten und Luftbilder, sondern auch auf die Erfahrungen der Menschen vor Ort.
„Sie kennen Ihr Wohnumfeld am besten. Vielleicht gibt es in Ihrer Nachbarschaft eine Fläche, bei der Sie sich schon länger gefragt haben, ob sie nicht besser genutzt werden könnte“, sagt Eddy Pälicke, Entsiegelungsmanager im Fachbereich Stadtentwicklung. „Genau solche Hinweise interessieren uns.“
Ob wenig genutzter Parkplatz, asphaltierter Platz oder eine andere versiegelte Fläche: Bürgerinnen und Bürger können ihre Vorschläge über das Beteiligungsportal der Stadt einreichen und die entsprechende Fläche dort direkt markieren.
Die eingegangenen Hinweise werden anschließend geprüft. Sie fließen in die weitere Erarbeitung des Entsiegelungskonzepts ein und helfen dabei, mögliche Potenziale im Stadtgebiet besser zu erfassen.
Jetzt mitmachen!
Die Beteiligung ist bis Ende November möglich. Jeder Hinweis kann dazu beitragen, geeignete Flächen sichtbar zu machen und Ideen für eine grünere, kühlere und klimaresilientere Stadt zu entwickeln.
© Stadt Halberstadt, 01.10.2026
Foto: Pressestelle / Sabrina Krug
