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Oberbürgermeister Daniel Szarata gratuliert Karl Heinz Marchewka zum 100. Geburtstag

Jubilar Karl Heinz Marchewka mit seiner Tochter Christine Maier

Am 09.03.2022 wird Karl Heinz Marchewka 100 Jahre alt. Oberbürgermeister Daniel Szarata freut sich mit Familie Marchweka über dieses stolze Alter und richtet dem Jubilar die besten Grüße aus.

„Die Lebensleistung unserer älteren Generation ist für Halberstadt nicht hoch genug einzuschätzen. Dieser Generation, die in den Krieg ziehen musste, bei der Heimkehr eine zerstörte Heimat wiederfand und diese mutig und entschlossen wiederaufbaute, gilt unser größter Dank und unsere Anerkennung! Die Stadt Halberstadt freut sich mit Herrn Marchewka und seiner Familie und wünscht ihm noch viele weitere, glückliche Jahre bei bester Gesundheit.“

Zum Geburtstag erreichten uns folgende Worte seiner Tochter Christine, die wie hier gerne wiedergeben:


Ein erfüllter Lebenskreis hat sich jetzt geschlossen!

Mein Vater hat diesen runden Geburtstag bei erstaunlicher Gesundheit erreicht.

In einem begnadeten Alter von 100 Jahren blicken wir auf sein erfülltes Leben zurück.

Seine Frau Hannelore, jahrzehntelange Wegbegleiterin, ist leider vor ein paar Wochen verstorben. Eine wichtige Stütze ist damit für ihn weggebrochen, obwohl er jahrelang immer stolz das Zepter für die Lebensstrategie in der Hand hatte. Heute hat er Unterstützung von seiner Tochter und wohnt in einer altersgerechten Wohnanlage noch im eigenen Haushalt. Zusätzlich erbringt der Pflegedienst des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hilfeleistungen.

Kindheit, Schulzeit und Jugend verlebte Heinz mit seinen zwei Geschwistern, Hertha und Gerhard, behütet in geborgener Umgebung in Halberstadt.

Eine Zeit, die geprägt war von der Weltwirtschaftskrise, von politisch unruhigen Jahren und natürlich vom 2. Weltkrieg, der Angst und Zerstörung über das Land brachte.

In dieser schwierigen Zeit schaffte er seinen Schulabschluss und eine Lehre als Klempner und Installateur bei der Firma „Hägermann“.

Als junger Mann, verpflichtet in den Krieg zu ziehen, musste er sich auf einen Weg begeben, der für viele ohne Rückweg blieb. Das Schicksal hielt eine schützende Hand über ihn und ließ ihn 1950 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehren.

In den folgenden Jahren ging es schrittweise wieder aufwärts mit einem neuen Anfang und andere Lebenswege eröffneten sich. 1951 heiratete er Hannelore Steyer, die über 70 Jahre an seiner Seite war, und gründete eine Familie.

Tochter Christine wurde geboren.

Heinz richtete sein Leben zwischen seiner Arbeit und Familie ein.

Die Berufstätigkeit war geprägt von Kontinuität und Fleiß, zunächst als Eichmeister in der Firma MERTIK in Quedlinburg, später als Meisterbereichsleiter der PGH Ausbau Nordharz, in Folge Firma „DJB- Heizung und Installation“ in Halberstadt bis zum Ruhestand.

Da war ein Mann, der bereits in jungen Jahren eine unbändige Leidenschaft für die Natur, die Berge und das Klettern entwickelte, wie kaum ein anderer.

Als aktives Mitglied des Deutschen Alpenvereins liebte er die Berge mehr als irgendetwas, es war seine Berufung.

Da waren beeindruckende Reisen, besonders in die Bergwelt, nach der Wende, mit seiner Frau Hannelore. Seine Literaturthemen waren und sind Reinhold Messner und die Alpine Bergwelt.

Auch mit seinem, nach dem Mauerfall wiedergefundenen Kriegsfreund aus München, gab es gefährliche Berg- und Klettertouren, die in Erinnerung blieben.

Später konnte er seinen Hobbys, auch in der Wandergruppe des MSV Halberstadt, mit Enthusiasmus nachgehen.

Zeitlebens hat er gesund gelebt, nie geraucht, Alkohol nur gelegentlich genossen. Üppiges Essen blieb ihm, vielleicht wegen der Kriegsjahre, fremd.

Heute freut er sich über eine halbe Flasche Bier täglich und wünscht sich noch eine gute Zeit bei verhaltener Gesundheit und freut sich jederzeit über einen Besuch seiner Familie.

Bildunterschrift: Jubilar Karl Heinz Marchewka mit seiner Tochter Christine Maier
(c) privat

 

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© Jeannette Schroeder E-Mail

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