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Nahversorgungszentrum Harmoniestraße – Eine Chance für alle

[(c): privat]

Die Ruine des alten Klubhauses ist mittlerweile ein riesiger Schandfleck an markanter Stelle, der das Image der Stadt seit Jahren beschädigt. 20 Jahre konnte dafür kein Investor gefunden werden.

Für die Beseitigung des städtebaulichen Missstandes an der Ecke Spiegelstraße/Harmoniestraße zeichnet sich jetzt eine Lösung ab.

Für eine Rettung des Klubhauses gibt es jedoch auf Grund des desolaten baulichen Zustandes keine Chance.

Die Stadt beabsichtigt, den Bereich zu einem Nahversorgungszentrum mit dem Ankerpunkt des bestehenden Edeka-Marktes zu entwickeln. Dies basiert auf der Empfehlung des im Februar beschlossenen Einzelhandelskonzeptes. Um diese Empfehlung umzusetzen, muss neues Baurecht über einen Bebauungsplan geschaffen werden.

Nun konnte die Stadt endlich eine Halberstädter Investorengruppe gewinnen, die bereit ist, ein erhebliches finanzielles Risiko auf sich zu nehmen und in den Neubau von Wohnungen, Gewerbeeinheiten (Discounter), einer neuen Kegelhalle mit 8 Bahnen sowie Außen- und Parkflächen aufgebracht zu investieren. Davor steht der sehr aufwändige Abriss und die Entsorgung der alten Bausubstanz.

Was bisher passiert ist:

  • Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde im Februar 2019 gefasst.
  • Der Ankauf des Grundstückes durch die Stadt und der Verkauf an den Investor sind im Stadtrat am 4. Juni 2020 beschlossen worden.

Ob für den geplanten Lebensmittelmarkt mit 1.265 m² Verkaufsfläche das Baurecht hergestellt werden kann, hängt vom Ergebnis des Verträglichkeitsgutachtens ab, das Mitte Juni erwartet wird. Danach richten sich dann alle weiteren Schritte. Das gesamte Vorhaben befindet sich in einer frühen Planungsphase. Insbesondere stehen die Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden sowie weitere Beschlüsse durch den Stadtrat an.

Noch ein Wort zum Thema Schließung von Lebensmittelmärkten:

Halberstadt hat sich stets an das beschlossene Konzept gehalten. Bisherige Schließungen (Aldi in der Rudolf-Diesel-Straße sowie Lidl und Rewe in der Sternstraße; weitere sind angefragt) sind das Resultat der konsequenten 800 m²-Deckelung und des Nichtzulassens einer baulichen Vergrößerung im gewünschten Umfang.

Wie Untersuchungen ergeben haben, hat Halberstadt als Einkaufsstadt des Harzkreises keine überdurchschnittlich hohe Fläche im Lebensmitteleinzelhandel im Verhältnis zu anderen Mittelzentren in der Region aufzuweisen.

Das aktuelle Einzelhandelsgutachten kann auf der Homepage der Stadt https://www.halberstadt.de/de/einzelhandelskonzept.html  eingesehen werden.

Das Vorhaben, den Bereich Spiegelstraße/Harmoniestraße als Nahversorgungszentrum Harmoniestraße zu entwickeln ist eine Chance für die Sicherung und Stärkung der bestehenden Angebote im zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimentsbereich sowie für die Beseitigung des städtebaulichen Missstandes in dem Bereich.

Oberbürgermeister Andreas Henke:

„Möglicherweise ergeben sich sogar positive Synergien für den Edeka-Markt, weil noch eine neue Kundschaft hinzugewonnen werden kann, die im Discounter nicht das findet, was sie braucht. Somit kann es eine gute Chance für alle werden, nicht nur fürs Stadtbild mit dem momentanen traurigen Anblick.“

Bildunterschrift:
Entsprechend dieser Entwurfszeichnung könnte so die Bebauung an der Ecke Spiegelstraße/Harmoniestraße zukünftig aussehen. (Foto: privat)

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle /11.06.2020

© Jeannette Schroeder E-Mail

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