Ein neues Gewand für ein altes Stadtquartier - Neugestaltung einer innerstädtischen Fläche - Interessierte sind eingeladen
Inmitten der Halberstädter Altstadt liegt eine etwa 6.000 m2 große Freifläche, die von den Gebäuden der Bakenstraße, der Judenstraße sowie dem Abtshof und Unter den Weiden eingegrenzt wird. Diese ehemals verwinkelte Gasse ist das Ergebnis des Flächenabrisses in den 1980er Jahren und ist - abgesehen von der in der Gabelung der Straße angelegten Aufenthaltsfläche - zu einem gestalterischen Niemandsland geworden.
Der Bereich liegt im Sanierungsgebiet, der städtebauliche Rahmenplan sieht eine Wiederbebauung entlang der Straßenränder vor. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigte jedoch, dass - nicht zuletzt auf Grund der demografischen Entwicklung - mittelfristig der Bedarf an solchen Baugrundstücken mit anderen Baulücken gedeckt werden kann.
Die Judenstraße ist aber eine wichtige Wegebeziehung und in der öffentlichen Wahrnehmung von Halberstädtern und Touristen präsent. Weil es schade ist um dieses Freiraumpotenzial in unmittelbarer Nachbarschaft zu den touristischen Attraktionen der Stadt und inmitten eines beliebten Wohngebietes, beabsichtigt die Stadt Halberstadt dieses Areal qualitativ aufzuwerten- ganz im Sinne des Halberstädter Themas zur Internationalen Bauausstellung "Kultivierung der Leere".
Veronika Maier, Studentin an der Hochschule Anhalt, hat den Mut gefunden, diese anspruchsvolle Aufgabe zum Thema ihrer Bachelorarbeit auszuwählen. Denkbare Varianten sind die Gestaltung pflegearmer öffentlicher Grünflächen oder auch die Herrichtung von Mietergärten für die angrenzenden Mehrfamilienhäuser; dabei soll auch ergründet werden, welche Wünsche die Bürger hegen und inwiefern Initiative von Bewohnern für ihr Umfeld einbezogen werden kann.
Dazu möchten Vertreter der Stadt und die zukünftige Landschaftsarchitektin mit Anwohnern und interessierten Bürgern ins Gespräch kommen um gemeinsam Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren oder auch neue Anregungen zu erhalten.
Am Dienstag, 15. Mai 2012 um 18.30 Uhr wird deshalb ein Treffen vor Ort, also in der Judenstraße, stattfinden. Im Anschluss besteht noch Gelegenheit im Bibliothekskeller die Diskussion weiterzuführen. Bei sehr schlechtem Wetter beginnt die Veranstaltung um 18.30 Uhr direkt im Bibliothekskeller.
Wir hoffen auf die Teilnahme zahlreicher interessierter und kreativer Bürger, geht es doch um ein interessantes historisches Areal und einen zentralen Bereich in der Altstadt; wenngleich nicht um die "Gute Stube", so doch um einen liebenswerten kleinen "Salon" des Hauses Halberstadt.






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