152 Freiwillige ließen sich im Halberstädter Rathaus für Knochnemarkspende typisieren
152 Freiwillige haben sich am Montag bei einer Typisierung im Halberstädter Rathaus als Knochenmarkspender typisieren lassen. Grund der Aktion war die Suche nach einem passenden Spender für drei an Leukämie erkrankte Sachsen-Anhalter, unter ihnen der achtjährige Niclas aus Stendal. Zur Blutabnahme hatte die Aktion Knochenmarkspende Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Stadtverwaltung Halberstadt, der Volksstimme und weiteren Unterstützern aufgerufen.
Auslöser der Aktion in Halberstadt war ein Presseartikel in der Volksstimme vom 25. November 2008, in dem über den erkrankten Niclas und die Bemühungen der Magdeburger Knochenmarkspenderdatei berichtet worden ist. Spontan haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Halberstadt innerhalb ihres Hauses einen Aufruf zur Hilfsaktion gestartet. "Hier möchte ich helfen, denn heute kann es ein anderes Kind sein und morgen jemand aus der eigenen Familie", so die Ideengeberin Christina Wagner, Leiterin der Personalabteilung in der Stadtverwaltung Halberstadt.
Etwa 150 Blutentnahmeröhrchen hatten Dr. Andreas Parkner, Leiter der Magdeburger Knochenmarkspende, und seine drei Mitarbeiterinnen mit nach Halberstadt gebracht. Angesetzt war die Aktion im kleinen Sitzungssaal des Rathauses für die Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr. Bereits um 12.30 Uhr mussten freiwillige Spender nach Hause geschickt werden, weil alle Röhrchen aufgebraucht waren. Jedoch wurde ihnen gesagt, dass sie in Magdeburg unter der Nummer 0391/ 6713732 Unterlagen anfordern und sich beim Hausarzt oder bei der nächsten Blutspendeaktion des DRK typisieren lassen können.
Dr. Andreas Parker zeigte sich überaus erfreut über den großen Zuspruch und sagte: "Die 152 Spender haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen." Dank sei nicht nur den Organisatoren sondern auch den Unterstützern der Aktion gesagt, allen voran der Spardabank, die die Typisierung mit ihrer Spende in Höhe von 2.500 Euro erst möglich gemacht hat. Darüber hinaus sei das Engagement des E-Centers Aschersleben und des Schokoladenherstellers Wergona aus Wernigerode hervorzuheben, mit deren Hilfe Dankeschöntüten mit Apfelsinen, Nüssen und Süßigkeiten verteilt werden konnten. Viele Spender verzichteten darauf zugunsten der Kinder vom Rauhen Haus in Halberstadt.






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