Gedenktafel für die Opfer der Brandkatastrophe vom 2. Dezember 2005 wurde enthüllt
Am Dienstag enthüllten Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger und Oberbürgermeister Andreas Henke im Beisein von Angehörigen, Bürgern und Rettungskräfte der Feuerwehr Halberstadt eine Gedenktafel, die an das Schicksal der neun Opfer vom 2. Dezember 2005 erinnern soll. Sie befindet sich auf dem städtischen Friedhof, wo die Verstorbenen eine gemeinsame, letzte Ruhestätte gefunden haben.
Am 2. Dezember 2008 jährte sich zum dritten Mal der Tag der Brandkatastrophe in der Obdachlosenunterkunft in der Wehrstedter Straße. An jenem Freitagmorgen im Dezember 2005 ereignete sich der folgenschwerste Brand seit dem 2. Weltkrieg in Halberstadt. Neun Menschen fanden dabei den Tod - Menschen, die auf Grund von persönlichen Schicksalsschlägen oder Lebensentwicklungen nicht auf der Sonnenseite der Zeit standen und ohne eigenes Heim auskommen mussten.
Der Tod dieser Menschen hinterließ insbesondere bei den Angehörigen, Kindern, Eltern und Geschwister tiefe Wunde. Heute ist der Ort der Katastrophe mit Rasen bedeckt, die Trümmer sind lange beseitigt. Die neue Obdachlosenunterkunft befindet sich in einem ehemaligen Studentenwohnheim und bietet gute Bedingungen für derzeit zehn Obdachlose, 29 weitere Obdachlose leben in sogenannten Schlichtwohnungen.
"Bei allen tragischen Ereignissen steht immer die Frage: Wie konnte es dazu kommen, hätte es verhindert werden können? Welche Antwort man auch hinsichtlich der Brandkatastrophe vom 2. Dezember 2005 gibt - sie ist offensichtlich nicht ausreichend. Vielmehr muss gefragt werden, warum überhaupt in einer materiell reichen Gesellschaft Menschen an deren Rand gedrängt werden, ohne eigenes Heim, ohne Hab und Gut, warum muss es soweit kommen, dass wir Obdachlosenunterkünfte brauchen. Die Antwort mag jeder selbst finden", so die Worte des Oberbürgermeisters Andreas Henke während seiner Ansprache zum Gedenken an die Opfer.






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