Denk Ort Halberstadt - Korrespondenzstandort in Israel
Nach der beeindruckenden Einweihung von "Denk-Ort - Und die Lebenden nehmen sich das zu Herzen" des Künstlers Olaf Wegewitz am 20. November und dem anschließenden Festakt im Theater sind alle ehemaligen Halberstädter jüdischen Glaubens und ihre Angehörigen wieder in ihren neuen Heimatländern gelandet. Jutta Dick, der Direktorin der Moses Mendelssohn Akademie, gegenüber, bedankten sich die Gäste für den angenehmen Aufenthalt in ihrer ehemaligen Heimatstadt. Ob die heute 90jährige Lea Klopstock, Judith Biran (88) oder der 80jährige Shimon Kowalski, der bis 1935 in Halberstadt lebte und bei der Einweihung des Denk-Orts das jüdische Totengebet Kaddisch sprach sie haben die gleichen Erfahrungen gemacht: Die Menschen, vom Taxifahrer bis zum Schüler in den Gesprächen mit Zeitzeugen, seien ihnen stets freundlich und offen gegenübergetreten. Sie werden die Tage in Halberstadt tief in ihrer Erinnerung bewahren. Gleich den 72 kreisrunden Vertiefungen am Halberstädter Denk-Ort, die an die Thorarollen, die die jüdische Gemeinde Halberstadt einst besaß, erinnern, soll nun ein Korrespondenzstandort in Israel entstehen. Der Geschäftsmann Benjamin Hirsch hat bei seinem Halberstadtbesuch die nötigen Schritte eingeleitet. Die jüdischen Gäste werden in Israel die Pflanzung von 72 Bäumen im Heiligen Land finanzieren, die ebenfalls angelehnt an den biblischen Text die Bezeichnung "Denk-Ort - Und die Lebenden nehmen sich das zu Herzen" erhalten.






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