BCKategorie 21.09.2015 09:27:53 Uhr

Amtsgarten

Amtsgarten 1994Mit dem Übergang der Spiegelsberge in das Eigentum der Stadt Halberstadt 1903 nahm man unter anderem verschiedene Verschönerungsarbeiten am Restaurationsgebäude vor.

 

Sehr wahrscheinlich wurde in diesem Zusammenhang auch der zugehörige Privatgarten (nun Magistrats- bzw. Amtsgarten) auf dem Gelände der früheren Fasanerie instand gesetzt. In der Fasanerie, einst Teil eines terrassenförmigen Lustgartens mit streng axial-symmetrischem Aufbau nach barocker Konzeption, befanden sich zahlreiche Plastiken. Auf der untersten bogenförmigen Terrassenstützmauer waren allein 12 Plastiken mit Darstellungen von Zwergen aufgestellt, weitere Figuren befanden sich auf den oberen Terrassen. Die Fasanerie wurde bereits um 1821 aufgegeben.

Figur des heiligen Stephanus im Amtsgarten

Im Zuge der Instandsetzung des Amtsgartens wurde 1909 die Figur eines Blumenmädchens auf einem gemauerten Sockel aufgestellt. Aufnahmen aus den 1930iger Jahren zeigen außerdem einen steinernen Tisch und verschiedenes Mobiliar im so genannten "Knüppelholzstil". In dieser Zeit umgaben dichte Pflanzungen eine ebene Fläche unterhalb des Hanges, deren botanische Vielfalt von zeitgenössischen Autoren hervorgehoben wurde. Die damalige Gestaltung als botanischer Liebhabergarten/Arboretum belegen auch einige hier aufgefundene Porzellanschilder zur Bezeichnung besonderer Gehölzarten. 1988 wurde begonnen, das Areal des Amtsgartens von Wildwuchs zu beräumen. Im Bereich des Hanges konnten historische Wege sowie eine Stützmauer aus Sintergestein freigelegt werden.

Der untere Bereich wurde in Ermangelung von verwertbaren Quellen bzw. Funden neu gestaltet und 1994 fertig gestellt. Heute sind in diesem Bereich verschiedene Fundstücke bzw. Reste früheren plastischen Schmucks der Spiegelsberge zu sehen. So fand zum Beispiel hier die Figur des Heiligen Stephanus, die ursprünglich über der Eingangstür des Mausoleums stand, einen neuen Platz

 

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