Sonderausstellung "Wege zum Frieden"
Neue Sonderausstellung im Schraube-Museum
Was braucht es, damit nach einem Krieg tatsächlich Frieden entstehen kann? Wann enden Kampfhandlungen – und wann beginnt ein dauerhafter Frieden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Sonderausstellung „Wege zum Frieden: Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., die vom 2. Oktober bis 26. November 2026 im Schraube-Museum Halberstadt zu sehen ist.
Die Ausstellung widmet sich einem Thema von ungebrochener Aktualität: Wie wird aus einem Kriegsende ein tragfähiger Frieden? Dabei macht sie deutlich, dass das Schweigen der Waffen allein noch keinen dauerhaften Frieden bedeutet. Friedensprozesse sind langwierig und umfassen sehr unterschiedliche Aufgaben – von Verhandlungen und Wiederaufbau über die Rückkehr zu einer funktionierenden Rechts- und Gesellschaftsordnung bis hin zu Erinnerung, Versöhnung und der Verantwortung, neue Konflikte möglichst zu verhindern.
Anhand verschiedener historischer und gegenwärtiger Beispiele – darunter der Erste und Zweite Weltkrieg, der Bosnienkrieg und der Krieg in der Ukraine – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich Wege aus gewaltsamen Konflikten verlaufen können. Zugleich stellt sie Fragen, die bis in unsere Gegenwart reichen: Wann ist ein Frieden gerecht? Wie können ehemalige Gegner wieder miteinander leben? Welche Rolle spielen Erinnerung und Gedenken? Und was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen, Frieden zu erhalten?
Die Ausstellung ist Teil der friedenspädagogischen Bildungsarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Sie verbindet historische Erfahrungen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und lädt ausdrücklich dazu ein, über die Bedeutung von Frieden, Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt miteinander ins Gespräch zu kommen.
Begleitprogramm zur Ausstellung „Wege zum Frieden“
Begleitend zur Sonderausstellung lädt das Schraube-Museum in den Herbstferien zu einem besonderes Kunst- und Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche ein. Hier können sich die Teilnehmenden selbst kreativ mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen.
Donnerstag, 22. Oktober 2026 | 10.00–15.00 Uhr
„Ton trifft Frieden“ – Friedenskachelprojekt mit Marcus Barwitzki
In den Herbstferien wird es kreativ: Gemeinsam mit dem Magdeburger Künstler Marcus Barwitzki gestalten Kinder und Jugendliche eigene Tonkacheln zum Thema Frieden.
Dabei entstehen nicht einfach nur kleine Kunstwerke. Die gestalteten Kacheln werden Teil des mehrjährigen partizipativen Kunst- und Bildungsprojekts „Floris Pax“ und damit Bestandteil eines geplanten Friedensdenkmals im Elbauenpark Magdeburg.
Bis zu 2.500 Menschen aus Sachsen-Anhalt und der ganzen Welt wirken an diesem außergewöhnlichen Gemeinschaftsprojekt mit. Sie hinterlassen ihre persönlichen Vorstellungen und Botschaften zum Thema Frieden auf Tonkacheln und tragen damit Stück für Stück zu einem großen gemeinsamen Kunstwerk bei.
Inspiriert ist das Peace Monument „Floris Pax“ von der mesoamerikanischen Maispflanze. Ihre vielen verschiedenfarbigen Körner stehen sinnbildlich für Vielfalt und Gemeinschaft, die Pflanze selbst für Leben und „Genug für alle“. So soll aus vielen individuellen Friedensbotschaften ein gemeinsames sichtbares Zeichen für eine friedvolle und tolerante Gesellschaft entstehen.
Der Workshop lädt dazu ein, über die Frage „Was bedeutet Frieden für mich?“ nachzudenken und die eigene Antwort anschließend künstlerisch umzusetzen.
Geeignet für Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Freude am Entdecken und Gestalten genügt.
Für Verpflegung ist gesorgt.
Donnerstag, 26. November 2026
Finissage „Wege zum Frieden“
Gemeinsamer Abschluss der Sonderausstellung „Wege zum Frieden: Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ mit Führung der die Sonderausstellung um 15.00 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten: aufsicht@halberstadt.de oder 03941/551474
Veranstaltungsort(e)
Voigtei 48
Öffnungszeiten:
Donnerstag -Sonntag: 11 - 16 Uhr

