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Wirtschaftsförderer des Landkreises Harz zu Gast in Halberstadt

Gemeinsam für einen starken Wirtschaftsstandort Harz und mehr Raum für Start-ups sowie neue Ideen

Wie kann sich der Landkreis Harz wirtschaftlich zukunftsfest aufstellen? Welche Ressourcen bietet der Landkreis Harz neuen Unternehmensideen und Start-ups? Und welche Rahmenbedingungen brauchen Gründerinnen und Gründer, um aus einer guten Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Wirtschaftsförderer des Landkreises Harz heute im Rahmen ihrer Klausurtagung Wirtschaftsförderung im Ratssitzungssaal des Rathauses Halberstadt.

An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderungen aus Wernigerode, Blankenburg, Oberharz am Brocken, Harzgerode, Ilsenburg und der Welterbestadt Quedlinburg teil, ebenso wie Vertreter des Landkreises Harz und der IHK Magdeburg. Die Stadt Halberstadt war unter anderem durch den stellvertretenden Oberbürgermeister Thomas Rimpler sowie durch Arkadiusz Szczesniak, vom Fachbereich Stadtentwicklung, Abteilungsleitung Unternehmerbüro und Liegenschaften, vertreten.

„Wir sind eine Start-up-freundliche Stadt“, betonte Arkadiusz Szczesniak, Abteilungsleiter Unternehmerbüro und Liegenschaften der Stadt Halberstadt. In seinem Vortrag stellte er die wirtschaftlichen Perspektiven der Kreisstadt vor und zeigte anhand von vier Erfolgsgeschichten auf, welche Potenziale Halberstadt für Gründer und Unternehmen bietet. Ganz spannend: Ab Ende 2026 kommen Weltneuheiten für den Gebäudebau aus Halberstadt. Die Schweizer Familienunternehmen SIGA investiert am Standortrund 40 Millionen Euro und schafft zunächst 70 neue Arbeitsplätze, gab der Abteilungsleiter einen positiven Ausblick.

Breiter Branchenmix als Stärke

Halberstadt verfügt bereits heute über einen vielfältigen Branchenmix. Zu den Schlüsselbranchen gehören die Kunststoff- und Medizintechnik, Logistik und Automotive, Maschinenbau und Schienenverkehrstechnik sowie ein breit aufgestellter Dienstleistungssektor. In der Region Halberstadt liegt der Fokus auf Kunststoff. Der Standort hat Clusterpotenzial, attestiert die Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt.

Auch die Ansiedlung großer Unternehmen stärkt den Wirtschaftsstandort nachhaltig. Mit der Daimler Truck AG ist ein international bedeutender Akteur in Halberstadt angesiedelt worden. Die Entwicklung des Logistikstandorts hat zugleich die überregionale Wahrnehmung der Stadt als Wirtschaftsstandort erhöht.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens ist die Weiterentwicklung des Industrieparks Ost. Die Erweiterung soll zusätzliche Flächen für Unternehmen schaffen und damit Raum für weitere Ansiedlungen und Wachstum bieten. Ziel ist es, attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen bereitzustellen.

Start-ups als Chance für die Stadt

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Start-up-Szene. Die Zahl der Start-ups und Existenzgründungen in Sachsen-Anhalt steigt. Gleichzeitig zeichnen sich Veränderungen bei den bisherigen Förderstrukturen ab. Die bisherige ego.-Förderung zur Unterstützung von Gründungen läuft 2028 aus. Für Halberstadt eröffnet sich damit eine Chance: Die Stadt möchte die entstehende Lücke nutzen und sich als sichtbarer und attraktiver Standort für Start-ups etablieren.

„Wir wollen nicht darauf warten, dass Gründerinnen und Gründer irgendwann auf Halberstadt aufmerksam werden. Wir wollen zeigen, was der Standort zu bieten hat und aktiv die Voraussetzungen schaffen, damit neue Ideen hier eine Chance bekommen“, so Szczesniak.

Davon soll letztlich die gesamte Stadt profitieren. Neue Unternehmen bringen Arbeitsplätze, Innovationen und zusätzliche Wertschöpfung. Gleichzeitig können sie die Attraktivität Halberstadts für junge Fachkräfte erhöhen, zusätzliche Steuereinnahmen generieren und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Schulen stärken.

Gemeinsam für Halberstadt

Die Wirtschaftsförderer des Landkreises nutzten ihr jüngstes Treffen deshalb auch zum Austausch über konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Denn Wirtschaftsförderung endet nicht an Stadt- oder Gemeindegrenzen. Netzwerke, kurze Wege und gemeinsame Strategien können dazu beitragen, den gesamten Wirtschaftsstandort Harz stärker zu positionieren.

Halberstadt will dabei seinen Teil beitragen und zugleich eine Führungsrolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung im Harz übernehmen – mit Flächen, einem vielfältigen Branchenmix, kurzen Wegen zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft und einem klaren Blick auf neue Geschäftsmodelle.

„Halberstadt hat das Potenzial, bei der Entwicklung einer lebendigen Start-up-Szene im Harz eine sichtbare Vorreiterrolle einzunehmen“, lautet die Botschaft aus dem Rathaus.

Passend dazu stand am Ende von Szczesniak Präsentation ein Zitat von Willy Brandt, Bundeskanzler a. D.: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

Gesagt, getan: Und so konnten sich die Akteure im Rahmen ihrer Klausurtagung auch noch von der jüngsten städtebaulichen Erfolgsgeschichte überzeugen - den neugestalteten Breiten Weg. (siehe Bild) Nach einer umfangreichen Baumaßnahme von insgesamt zweieinhalb Jahren war die Einkaufs- und Flaniermeile im Herzen Halberstadts im Juni feierlich eröffnet worden. „Der Ausbau der Einkaufsmeile im Herzen der Stadt ist ein klares Signal für eine lebendige und zukunftsfähige Innenstadt. Mit der städtebaulichen Aufwertung schaffen wir nicht nur mehr Aufenthaltsqualität und eine erkennbare Belebung, sondern stärken zugleich den örtlichen Einzelhandel. Damit ist die Investition in die Innenstadt auch Wirtschaftsförderung: Wir schaffen gute Rahmenbedingungen für Handel und Gewerbe und sorgen dafür, dass sich die Menschen gerne in unserer Innenstadt aufhalten, einkaufen und miteinander ins Gespräch kommen“, sagte der stellvertretende Oberbürgermeister Thomas Rimpler.

Der Anspruch: Gemeinsam für Halberstadt – wirtschaftlich stark, innovativ und offen für neue Ideen. Ganz zukunftssicher.

Ein nächstes Treffen soll es alsbald in Quedlinburg geben.

 

© Stadt Halberstadt, 16.09.2026

Foto: Pressestelle / Sabrina Krug

© Marie Liebe E-Mail

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