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„Verschwindende Vermächtnisse - die Welt als Wald“

Ausstellung in Halle mit Leihgaben vom Heineanum Halberstadt

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„Verschwindende Vermächtnisse - die Welt als Wald“, so heißt eine aktuelle Ausstellung im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) in Halle (Saale), die vom 20. Oktober bis 14. Dezember 2018, immer mittwochs bis samstags von 14 bis 18 Uhr am Domplatz 4 in Halle kostenfrei zu sehen ist. In der Wanderausstellung werden tradierte Bilder von Natur angesichts von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel in Frage gestellt.

Die Wanderausstellung ist ein dreiteiliges Projekt von Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin mit zahlreichen Exponaten aus Zoologie, Botanik und künstlerischen Arbeiten. Realisiert wurde die Wanderausstellung vom Centrum für Naturkunde (CeNak) an der Universität Hamburg, wo sie 2017/2018 zu sehen war. 2018 werden adaptierte Versionen bei den Projektpartnern gezeigt.

Vom 27. April bis 26. August 2018 war sie im Tieranatomischen Theater (TA T) an der Humboldt-Universität zu Berlin, und seit 20. Oktober bis 14. Dezember 2018 im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale). Der Ausstellungszyklus ist eine Kooperation mit der Schering Stiftung und dem Goethe-Institut Singapur. Das Projekt wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Beim dritten und letzten Projekt beteiligt sich das Museum Heineanum mit vier originalen Vogelbälgen von A.R. Wallace, die als Leihgabe in die Ausstellung vom ZNS verliehen wurden. Dr. Frank D. Steinheimer, Leiter des ZNS, schreibt dazu: „Vor 160 Jahren entschlüsselte Alfred Russel Wallace während Forschungsreisen in Südamerika und Südostasien das Prinzip der Evolution. Heute setzen sich 17 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit dem Verschwinden des Waldes aus Wallaces Zeiten im sogenannten Anthropozän auseinander“.

Bei der Eröffnungsveranstaltung hatte Rüdiger Becker, Direktor des Heineanums Halberstadt, Gelegenheit, vor Vertretern der Leopoldina, der MLU, der Moritzburg und der Kulturstiftung des Bundes einen Vortrag zu halten und konnte berichten, wie die Wallace-Vögel nach Sachsen-Anhalt gekommen sind.

 (Rüdiger Becker/Direktor des Heineanums Halberstadt)

FOTO:

(v.l.n.r.) Detlef Becker, Präparator im Heineanum Halberstadt, Rüdiger Becker, Direktor des Heineanums, Dr. Frank D. Steinheimer. Leiter des ZNS, vor den originalen Vogelbälgen von A.R. Wallace aus dem Heineanum Halberstadt.

(Foto: Arila Perl, Archiv ZNS Halle/Saale)

Stadtverwaltung Halberstadt / Heineanum/ 19.11.2018

© Ute Huch E-Mail

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