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Mutige Visionäre in den DenkRäumen des Museums der Aufklärung

[(c): Thomas Peters]

Am Samstag, dem 26. Oktober, eröffnet im Gleimhaus Halberstadt die Schau „DenkRäume – aufklärung.mit.machen. Eine kommunikative Ausstellung zu Fragen unserer Zeit“. Begleitend werden einige bedeutende Vordenker völlig neuer Modelle des Lebensstils, der Wirtschaft, der Arbeit und des Kulturbetriebs zu Gast sein. Den Anfang bildet die international anerkannte Museumsfachfrau Léontine Meijer-van Mensch (Dresden) mit ihren Gedanken zur Rolle der Museen in einer gewandelten Gesellschaft.

Am 13. November erörtert der Zukunftsforscher Harald Welzer die Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ Welzer ist Mitbegründer und Direktor der „Futurzwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“ und ein Experte kulturwissenschaftlicher Klimafolgenforschung. Er zeigt die Grundprobleme des Lebensstils der westlichen Welt auf, setzt den Prinzipien Wachstum und Besitz Glück und Zukunftstauglichkeit entgegen und weist dabei dem Einzelnen eine entscheidende Verantwortung zu und ist Realist, Optimist und Utopist zugleich.

Mit Friederike Habermann ist am 11. Dezember eine Visionärin eines gesamtgesellschaftlichen Wirtschaftens zu Gast. Ihre Idee einer nach Bedürfnissen und Fähigkeiten ausgerichteten Gesellschaft ohne Geld und Tauschlogik ist alles andere als naiv.

Am 8. Januar spricht Friedericke Hardering (Frankfurt/Main) über ihr Denkmodell „Arbeit 4.0“, in dem das Sinnerleben und die Zufriedenheit in der Arbeitswelt sowie Gesundheit und Lebensqualität entscheidende Rollen spielen. Am 11. März schließlich kommen Akteure der Nachhaltigkeit aus dem Harz und seinem Vorland mit ihren Visionen zu Wort.
Alle Referenten sind atemberaubend mutige Denker, die das Bestehende in Frage stellen und vor grundsätzlichem Wandel nicht zurückschrecken. Ihre einzige feststehende Gewissheit ist es, dass alles auch ganz anders sein könnte. Bequem wäre es, alles beim Alten zu belassen, vor drohenden Problemen die Augen zu verschließen und keine Fragen zu stellen. Diese Bequemlichkeit zu überwinden, ist auch die Absicht der Schau „DenkRäume“. Diese macht Gedanken sichtbar, die im Laufe von zwei Jahren von Teilnehmerinnen und Teilnehmern wöchentlicher Gedankenklubs und Gedanken-Werkstätten angestellt wurden, und lädt die Besucher zum Mitdenken ein. Sie stellt Themen in den Raum, welche die Teilnehmenden gedanklich beschäftigt haben, und erweitert sie durch Skulpturen, Installationen, Lyrik sowie Klang- und Videokunst. Zumeist entsprechen diese Themen den großen gesellschaftlichen Debatten und den drängenden Problemen der Gegenwart.

Die begleitenden Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr, die Vernissage am 26. Oktober, bei der außerdem Dr. Gunnar Schellenberger, Kulturstaatssekretär von Sachsen-Anhalt, sprechen wird, bereits um 15 Uhr. Das Projekt wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt.

Bildunterschrift (Abdruck honorarfrei bei Berichterstattung): Harald Welzer (Foto: Thomas Peters)

© Danny Keil E-Mail

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