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Leid, Tod und Sieg an der Triumphkreuzgruppe des Domes

Erste Veranstaltung der BILD TON KUNST im Dom

Leid, Tod und Sieg an der Triumphkreuzgruppe des Domes

Am 4. Mai 2022 um 18 Uhr laden Museumsdirektorin Dr. Uta-Christiane Bergemann und Domkantor Claus-Erhard Heinrich zur ersten Veranstaltung der BILD TON KUNST dieses Jahres in den Dom. Mit Vortrag und Orgelmusik nehmen beide die einzigartige Triumphkreuzgruppe in den Blick.

Sie gilt als die früheste und am vollständigsten erhaltene Gruppe Europas mit einem komplexen Bildprogramm und gehört damit zu den wichtigsten Zeugnissen der mittelalterlichen Skulptur. Beispiele des gleichen Typus sind aus England, Frankreich oder auch Braunschweig bekannt, aber dort nicht mehr erhalten. So kann die Halberstädter Gruppe als Höhepunkt eines weit tradierten Bildtypus gelten.
Bergemann widmet sich in ihren Ausführungen der komplexen Bildaussage der Gruppe. Die hohe Qualität der Schnitz- und Fassungstechnik wird begleitet von einem sehr komplexen theologischen Bildprogramm, das vom Leiden am Kreuz und unter dem Kreuz erzählt, aber auch von Sieg über Sünde und Tod, vom Göttlichen und der Verheißung der Erlösung der Gläubigen.

Um 1220 zur Weihe des Vorgängerdoms entstanden, wurde das Werk um 1400 in den neuen gotischen Dom übernommen. 1205 kehrte der Halberstädter Bischof Konrad von Krosigk mit hochrangigen Reliquien vom 4. Kreuzzug an den Halberstädter Dom zurück. Aus diesem Gut wurde der Kreuzigungsgruppe vermutlich bereits zu ihrer Entstehung ein Geheimnis beigelegt, das erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts von Restauratoren spektakulär gelüftet worden ist. Auch davon wird Bergemann berichten.

Domkantor Claus Erhard Heinrich illustriert die BILD-Betrachtung mit dem TON der Orgelmusik. Dem Thema entsprechend bringt er Passions- und Osterlieder zu Gehör. Im Wechsel von Vortrag und Musik werden dem Zuhörerkreis die unterschiedlichen Facetten von Leid, Tod und Sieg sinnlich vor Augen und Ohren geführt.

Die Veranstaltung findet im Dom statt, Zugang ist das Hauptportal. Der Eintritt ist frei. Voranmeldung ist nicht nötig.

© Jeannette Schroeder E-Mail

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