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Kostbare Elefanten aus Kunstkammer im Schraube Museum

[(c): Thomas H. Thomsen]

Elefanten aus Zinn, Meissner Porzellan oder gar Walrosszahn, aus Eisenkunstguss, Silber, vergoldet, mit Edelsteinen besetzt. Derartige Kostbarkeiten gehören zu den Schachspielen, die die Chess Collectors International/Sektion Deutschland vom 21.September. bis 24.November 2019 in einer Ausstellung in der Ausstellungsscheune des Halberstädter Schraube-Museum. Wohnkultur um 1900 präsentieren. Sie zeigen ihre Schätze aus China, Indien oder den Kunstkammern Europas im Rahmen ihres jährlichen Kongresses, der in diesem Jahr im Schachdorf Ströbeck und in Halberstadt stattfindet. Die Zusammenkünfte der Schachsammler werden stets verbunden mit einer Ausstellung zu besonderen Themen in den jeweils regionalen Museen. In diesem Jahr soll dem „Schachelefanten auf dem Schachbrett“ Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Als das Schach um 800 durch die Araber nach Europa kam, galten die Steine an der Position des Läufers als Kriegselefanten. In Europa wurden sie durch andere Figuren ersetzt. Im 16. Jahrhundert tauchte der Elefant an der Position des Turmes wieder auf. Durch Ostasienreisende gelangte er nach China. Im Indien der Neuzeit ist der Elefant Träger hoher Krieger an der Position des Königs, der Dame und des Läufers.

Die Ausstellung der Chess Collectors International über den Schachelefanten ehrt außerdem den Kunsthistoriker Hans Holländer (1932-2017). Er forschte und publizierte zur Kunstgeschichte des Schachs. Dabei schenkte er gern den Schachelefanten seine besondere Aufmerksamkeit. Hans Holländer war es auch, der dem Schachdorf Ströbeck mit seinem Gutachten half, deren 1000jährige Schachtradition zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands werden zu lassen.

Die Ausstellung wird am 21. September 2019 um 15 Uhr in der Ausstellungsscheune des Schraube-Museums, Voigtei 48 in Halberstadt eröffnet. Gäste sind herzlich willkommen.

 

(Foto Thomas H. Thomsen: Schachelefant vergoldet und mit Edelsteinen besetzt)

© Danny Keil E-Mail

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