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Holzkathedrale statt Bootsschuppen

[(c): Kein Handbreit Wasser]

Ausstellung KEINE HANDBREIT WASSER mit 120 Besuchern eröffnet


„Das ist ja Wahnsinn…das übersteigt all meine Erwartungen … so etwas habe ich noch nicht gesehen…!“ Das
sind nur einige von vielen begeisterten Reaktionen der mehr als 120 Besucher, die am Sonntag nach Huy-
Neinstedt gekommen waren, um die Eröffnung der Ausstellung KEINE HANDBREIT WASSER mitzuerleben.
Beim Betreten des Ausstellungsortes - eine sehr alte, großräumige Scheune - richtet sich der Blick
automatisch nach oben, und man ist überwältigt. Dort sind 100 Holzboote über- und nebeneinander so in
Szene gesetzt, dass sie in eine Richtung zu fahren scheinen. Am Boden simulieren Videoinstallationen (Mirko
Beutler und Miriam Dahl Pedersen) dahinfließendes Wasser. Die Bootsflotte könnte ebenso ein riesiger
Fischschwarm sein. Der Fantasie des Betrachters sind keine Grenzen gesetzt. Darüber hinaus ist an der
Scheunenwand eine Endloszeichnung von Ilka Leukefeld (Tusche auf Papier) zum Thema Überschwemmung
und Dürre zu sehen.


Man sieht, dass hier mit ungeheurer Arbeit und Engagement eine Installation geschaffen wurde, die
ihresgleichen sucht. Damit ist also auch die Scheune, die früher für ganz andere Dinge genutzt wurde, in
ihrem ganzen Volumen einer Kathedrale gleich zu einem Kunstraum geworden. Es ist nicht etwas auf dem
Boden Stehendes, sondern im Raum verteilt. Die Dimensionen scheinen sich aufzuheben, etwas, was man in
dieser Form noch nie gesehen hat.


Die Besucher, die sich auf der umlaufenden Galerie versammelt hatten, waren beeindruckt von der grazilen
Schönheit der historischen Boote und bewegt von der Gesamtwirkung der Installation, die unter der Leitung
von Ilka Leukefeld im Rahmen des Kunst- und Umweltprojektes KEINE HANDBREIT WASSER entstanden ist.
Ein Teil der Gäste war bereits am 24. Juli bei dem spektakulären Projektstart dabei, als die 100 Boote über
den Huy transportiert wurden. In ihrer Eröffnungsrede unterstrich die Künstlerin Ilka Leukefeld, wie wichtig ihr
das Anliegen dieser Aktion ist: „Mit unserem Projekt wollen wir Menschen verschiedenster sozialer, religiöser
und kultureller Herkunft aus der Region nicht nur für die kunst- und kulturverbindenden Themen, sondern
auch für ein gemeinsames Engagement für den dringend notwendigen Umweltschutz, hier speziell der
sinkende Grundwasserspiegel, begeistern und vor allem, vereinen.“ Darüber hinaus hob sie die Unterstützung
des Projektes durch eine Förderung der Europäischen Union mit Leader und CLLD durch den Europäischen
Sozialfonds ESF hervor.


„Jedoch ohne all die vielen Akteure und Mitwirkenden hätte die Ausstellung KEINE HANDBREIT WASSER
heute nicht eröffnet werden können“, so die künstlerische Leiterin weiter.
Sie richtete ihr großes Dankeschön an alle Unterstützer und insbesondere an das Architekturbüro
Hülsdell&Hallegger als Projektträger, an den Maler und Grafiker Hans-Hermann Richter, der auf seinem Hof
in Huy- Neinstedt den Ausstellungsraum offeriert hat, den Bootsverleiher und an das Team der Zimmerei
Adams, das in einer logistischen Meisterleistung die Boote aufgehängt hat.

Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch umrahmt durch die Sopranistin Bénédicte Hilbert und Fabrice
Parmentier am Piano mit Stücken von Schumann, Mendelssohn, Fauré und Debussy, die das Wasser und die
Natur thematisieren.


Die Boote-Schau kann an den Tagen der noch folgenden Podiumsdiskussionen am 4. September, 14.00 Uhr;
10. September, 18.00 Uhr und 24. September, 18.00 Uhr sowie zur Finissage am zum 2. Oktober, 18.00 Uhr
besucht werden. Private Besichtigungen können über 03941/692946 vereinbart werden.


Stadtverwaltung Halberstadt/Pressestelle 30.08.2021

© Larissa Böst E-Mail

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