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Große Bühne für europäische Kulturdörfer und das Schachdorf

Tata Steel Turnier [(c): Kulturdorfverein Schachdorf Ströbeck e.V.]

Das Netzwerk der cultural villages of europe/Kulturdörfer Europas ist ein Zusammenschluss von 10 Dörfern aus verschiedenen Ländern der EU, das sich als dörfliche Alternative zu den Kulturhauptstätten sieht und unter anderem das Ziel hat, die dörfliche und regional unterschiedliche Kultur zu fördern, zu pflegen und dem Dorf eine Stimme zu geben.

Zu diesem Zweck traten Vertreter dreier Kulturdörfer zum alljährlichen Kulturdorfschachturnier im Rahmen des wohl weltgrößten Schachturniers, dem TATA STEEL CHESS TOURNAMENT, in den Niederlanden gegeneinander in sportlichen Wettstreit: Das „Wereld-Schaakdorp“ Wijk aan Zee, das Schachdorf Ströbeck und Bystré aus Tschechien.

Das „kleine“ Dorfturnier findet seit 1999 statt, das „große“ bereits seit gut 100 Jahren, unterbrochen von zwei Weltkriegen. Für die deutsche Mannschaft konnten Wilfried Grimm, Werner Reinhardt, Oswald Lichtner und Thomas Sackmann vom Ströbecker Schachverein gewonnen werden, die mit „Reisebegleiter“ Udo Fraatz das Turnier und das Drumherum bereicherten. Denn es ging ja nicht nur um Schachspielen, sondern auch um Begegnung und Austausch der vielfältigsten Art. So wurde u.a. das Atelier der auch in Ströbeck bekannten Bildhauerin Sjanneke van Herpen, der Fischereihafen von Ijmuiden sowie einige Anlagen des ehemaligen Atlantikwalls besucht. Der Strand, die Dünen und Wijk aan Zee sind sowieso auch bei Winterwetter ein Erlebnis! Gesellig wurde es des Abends zum gemeinsamen Essen in „Familie“…

Die Ströbecker wurden glückliche Dritte des Kulturdorfturniers, Wijk aan Zee belegte den zweiten Platz und Erste wurde bereits zum sechsten Mal überragend Bystré. Bester Spieler des Kulturdorfturniers war Karel Krondraf/Bystré, bester Ströbecker Wilfried Grimm.

Vom 12. Januar an wurden viele Punkte vergeben, viel Freundschaft, gemeinsames und interessantes gefunden, geteilt und ausgetauscht. Am 15. begangen alle Beteiligten zusammen die traditionelle „Afterchessparty“ im Haus von Bert Kisjes, einem der Gründungsväter der Kulturdörfer, mit essen, trinken und Live-Musik.  Am 16. Januar nahmen alle die Eindrücke einer bewegenden Woche mit in ihre Dörfer und das Versprechen, sich nächstes Jahr erneut im Wimbledon des Schachs zu treffen.

Udo Fraatz, Vorsitzender des Kulturdorfvereins Schachdorf Ströbeck e.V.

 

© Annemarie Walker E-Mail

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