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Flecht(en)werk aus dem Nationalpark Harz

[(c): Hans-Ulrich Kison]


Der letzte Heineanum-Abenvortrag des Jahres klingt am Dienstag, 12. Dezember 2017, 19.00 Uhr, traditionell mit einem botanischen Thema aus, dem „Flecht(en)werk des Harzer Nationalparks“.

Anfang November diesen Jahres wurde in Drübeck der Band 16 aus der Schriftenreihe des Nationalparks Harz vorgestellt. Er behandelt die Flechten. Rund 650 Arten wurden in jahrelanger Arbeit aufgefunden und bestimmt.

 

Dr. Hans-Ulrich Kison wird sich in seinem Vortrag einigen von ihnen widmen. Beispielsweise ist die Mehlige Astflechte im Nationalpark und im Harz noch einigermaßen zahlreich vertreten. Sie bildet keine Früchte aus, die ihre Sporen verbreiten könnten. Wie gelingt es ihr dennoch so erfolgreich geeignete Lebensräume zu besiedeln? Pleurosticta acetabulum, die oft giftgrün erscheinende Essigflechte, wird im Harz in jüngerer Zeit immer öfter beobachtet. Eigentlich ist sie gar keine Art des Berglandes, aber sie setzt unbeirrt ihren Weg in die montanen Lagen des Harzes fort. Was steckt dahinter? Während die kommentierte Liste der Flechten die große Übersicht zu den vorkommenden Arten bietet, sollen im Vortrag in ausgewählten Beispielen einige Arten näher betrachtet werden. Danach wird verständlich, welche Bedeutung diese meist unscheinbaren Kryptogamen haben, die man heute zu den Pilzen stellt, wo sie vorkommen, wie sie sich ausbreiten und wodurch sie letztlich gefährdet sind. Auch ein Blick in die Geschichte der Lichenologie (Flechtenkunde) im Harz wird geworfen. Dabei zeigt sich, dass der Harz nicht nur bei den höheren Pflanzen schon sehr frühzeitig im Blickfeld stand, sondern auch die Flechten solche Beachtung fanden.

Interessierte Gäste sind am Dienstag, 12. Dezember 2017, ab 19.00 Uhr im Vortragsraum der Museen am Domplatz herzlich willkommen.

 

04.12.2017 / Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle

© Jeannette Schroeder E-Mail

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