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Dachbodenfunde und Neuerwerbungen für das Gleimhaus

[(c): Gleimhaus]

Vielerorts wurde die Corona-Zeit fürs Aufräumen genutzt und so fand dieser Tage unter anderem auch ein Dachboden-Fund aus Zeitz den Weg ins Gleimhaus. Der Besitzer fand es beim Aufräumen und hatte sogleich die Idee, es an den Ort seines Entstehens, den Druckort Halberstadt zu geben. „Vier Bücher vom wahren Christenthum“, gedruckt im Jahre 1707 in Halberstadt, wurde dem Gleimhaus als Geschenk übersandt - und da der Zustand des Buches nicht sehr gut ist, bot der Schenkende zudem an, sich an den Kosten der Restaurierung zu beteiligen.

Ein weiterer Neuzugang, ein kleines Büchlein „Vater Gleim’s Fabeln und Erzählungen für Kinder“ wurde ca. 1810 vom Großneffen und Nachlassverwalter Gleims, Wilhelm Körte, herausgegeben und dem Gleimhaus zum Kauf angeboten. Recherchen ergaben, dass der Titel sehr selten ist. Und da Werke Gleims einer der Sammelschwerpunkte des Hauses sind, war das Interesse der Bibliothekarin Annegret Loose sogleich geweckt.

Im Antiquariatsbuchhandel tauchte im Juni 2020 das Buch „Vier Gesänge“ übersetzt und erklärt von Johann Heinrich Voß. – Eutin und Hamburg, 1789  - auf. Für das Gleimhaus wurde das Werk durch das auf dem Vorsatzblatt befindliche handschriftliche Gedicht von Gleims Hand, das er an „Den Weisen in Hoya’s Hainen“ gerichtet hat, interessant. Es handelt sich also offensichtlich um ein Geschenk Gleims an eine bislang unbekannte Person. Geschrieben hat Gleim das Gedicht „Halberstadt, den 30. März 1790, morgens vier Uhr, als die Sonne noch im Bette war“.

Alle drei Neuerwerbungen sind zur Zeit in der Bibliothek des Gleimhauses ausgestellt.

© Erik Hans Herrmann Meichler E-Mail

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