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Botanische Beobachtungen im Harz und seinem nördlichen Vorland

[(c): Hans-Ulrich Kison]

Zum letzten Abendvortrag des Jahres wird am kommenden Dienstag, 18. Dezember 2018, 19.00 Uhr, ins Heineanum in den Vortragsraum der Museen, Domplatz 36, eingeladen. Traditionell möchten wir das Jahr mit einem botanischen Thema ausklingen lassen. Die Natur ist vielen Einwirkungen ausgesetzt, ob sie global wirksam werden oder nur ganz lokal. Auch Botaniker, wie Dr. Hans-Ulrich Kison, stellen dazu ihre Beobachtungen an. Über einige in unserem Gebiet neue Arten wird er in dem Vortrag berichten und versuchen, den Grund für ihr Auftreten zu beleuchten. Einer der wesentlichen Faktoren, die zu Veränderungen der Vegetation führen, ist der Eintrag von pflanzenwirksamen Stickstoff. Stickstoffliebende Arten wie der Gefleckte Schierling (Conium maculatum) breiten sich gegenwärtig an Straßenrändern sehr aus (Bild).

Andere Arten, die auf nährstoffarme Standorte angewiesen sind, haben das Nachsehen und werden verdrängt. Aus Südafrika ist schon vor einigen Jahrzehnten ein Greiskraut (Senecio inaequidens) bei uns eingewandert. Wie andere Neuankömmlinge auch, fängt es jetzt an, von den Einwanderungswegen, wie Straßen und Schienenwege, einen Platz in unserer heimischen Vegetation zu suchen und zu finden. Dass sich solche Veränderungen auch im Reich der Flechten abspielen, wird von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen. Bei Tee und Glühwein werden Sie anschließend in adventlicher Runde auch Gelegenheit für Gespräche und Fragen haben.

 

(Heineanum Halberstadt)

 

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle / 11.12.2018

© Nicola Westphal E-Mail

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