Tag des offenen Denkmals

Das Motto des Denkmaltags am 8. September 2013 heißt: "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?". Dieses Thema lässt einen außerordentlich weiten Interpretationsspielraum zu und bezieht sich auf so gut wie alle Denkmale und Denkmalgattungen.


Das Motto greift die Fragestellungen auf: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem und warum? Gibt es überhaupt "bequeme" Denkmale?
Denkmale können aus verschiedenen Gründen "unbequem" sein, sind aber dennoch als wichtiges historisches Dokument für künftige Generationen erhaltenswert. Jedes Denkmal hat seine einzigartige Geschichte, und einen einzigartigen baulichen Zustand. Oft werden diese Bauten heute ganz anders genutzt oder sind intensiv umgebaut worden. Am Tag des offenen Denkmals könnten historische Fotos und Pläne gezeigt und die ursprüngliche Nutzung erläutert werden.

Städtische Museen in der Kreisstadt mit Angeboten zum Tag des Offenen Denkmals

Sie kennen das, die Rückreise aus dem Urlaub ist fast geschafft, die weit sichtbare, vertraute Türmsilhouette der großen Kirchen Halberstadts rückt ins Blickfeld. Bald zu Hause! Türme sind naturgemäß hoch und deshalb sind sie nicht nur schon von der Ferne sichtbar, man hat auch eine weite Sicht, wenn man oben steht, in früheren Jahrhunderten besonders wichtig. Auf den Martinitürmen saßen Wächter und hatten die ganze Stadt im Blick. Sie warnten vor Bränden oder vor heranrückenden Feinden.

Am diesjährigen Tag des Offenen Denkmals lädt das Städtische Museum zu einem Besuch der Aussichtsplattform auf Martini ein. Es geht nicht nur darum, in die Weite zu schauen. Friedrich Kunkel, seit 33 Jahren mit archäologischen Untersuchungen beschäftigt, wird um 11:30 und 14:30 auf "Denkmale in einer Kulturlandschaft" hinweisen, auf Bodendenkmale und Fundstellen, die in unserer Gegend häufig sind. Und da wir nicht über Adleraugen verfügen, zeigt Kunkel mit Hilfe einer Powerpointpräsentation hoch über den Dächern der Stadt alte und neue archäologische Untersuchungsplätze. Den Anfang machen die Fundstätten zu Füßen der Stadtkirche selbst, dann folgen Sonntagsfeld, Spiegelsberge sowie der Lausehügel, dann die völkerwanderungszeitlichen Adelsgräber von Deersheim, die bronzezeitliche Burganlage bei der Huysburg, die sogenannte Burgtalsbreite, die Diakonatskirche Eilenstedt St. Nicolai, dann folgt eine optische Wanderung nach Krottdorf mit seinem Goldschatz und zum Dittfurter Himmelsobsavatorium, um Bespiele zu nennen. Wenn Sie sitzen wollen, nehmen Sie Ihren Anglerhocker mit und soviel Vorbreitung ist es wert, mit einer kleinen Spende belohnt zu werden.

Im Städtischen Museum lädt Armin Schulze um 10 Uhr und um 13 Uhr zu Rundgängen durch das Ausstellungsgebäude unter dem Motto. "Neue Wege aus altem Haus" ein. Vorgestellt werden die erheblichen Umbauten zur Herstellung der Rettungswege der letzten Jahre. Es wird über perspektivische Ausstellungsvorhaben informiert und es ist nun wieder ein Blick in die historischen Apothekeneinrichtungen möglich, die während der brandschutztechnisch bedingten Sperrung des Dachgeschosses umgestaltet wurden.

Das Museum Heineanum bittet um 15 Uhr zu einer Veranstaltung in die Ausstellungsscheune am Schraube-Museum, Voigtei 48. Dr. Nicolai führt unter dem Motto "Neue Möglichkeiten in altem Haus" durch das im September vergangenen Jahres, erst kurz nach dem Tag des Offenen Denkmals 2012 in Betrieb genommene Ausbauobjekt im denkmalgeschützten Vierseitenhof des Schraube-Museums mit seiner neuen Sonderausstellung zum Rotmilan und zu museumspädagogischen Angeboten.

Plan und Objekte zum Download

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