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Als Moses Mendelssohn verschwand und die Dunkelheit herrschte

Gedenkveranstaltung am 9. November, 17 Uhr, am Domplatz Halberstadt

Als Moses Mendelssohn verschwand und die Dunkelheit herrschte

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht erinnert das Berend Lehmann Museum in diesem Jahr gemeinsam mit dem Gleimhaus an die von den Nazis angegriffenen Kulturen, vor allem an die jüdische Gemeinde. Die barocke Synagoge in Halberstadt wurde ihrer sakralen Schätze und Einrichtungsgegenstände beraubt und danach abgerissen.

Aber auch das Gleimhaus verlor eine Reihe wichtiger Gemälde - darunter ein Porträt von Moses Mendelssohn, einem der führenden Vertreter der jüdischen Aufklärung, der Haskala. Mendelssohn inspirierte die jüdische Gemeinde Halberstadts mit seinem Bestreben, die strikte Einhaltung religiöser Regeln mit dem Engagement für den Fortschritt und die breitere Gesellschaft zu verbinden.

Wir treffen uns, um uns an eine Zeit zu erinnern, in der die Werte der Aufklärung - Vernunft, das Streben nach Glück und die Freiheit des Einzelnen - unterdrückt und durch Propaganda, Hass und Fake News ersetzt wurden. Auch in unserer heutigen Zeit ist die Verteidigung der Werte der Aufklärung eine Aufgabe für uns alle.

Am 09.11.22 um 17:00 Uhr Gedenkveranstaltung für ca. 30 Minuten auf dem Domplatz vor den Steinen der Erinnerung

Foto: Gleimhaus

Text: Julia Behringer - Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Vermittlungsarbeit
Berend Lehmann Museum - Moses Mendelssohn Akademie

©Stadt Halberstadt, 04.11.2022

© Jeannette Schroeder E-Mail

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