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„70-30-20“ - Finissage im Städtischen Museum mit Sonderführung und Schatzgeschichten

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Eines der erfolgreichsten Ausstellungsprojekte des Städtischen Museums Halberstadt geht zu Ende. Am 17. Februar 2019 ist die Ausstellung „70-30-20 – Halberstadt zwischen Apokalypse und Euphorie [1948-1998]“ letztmalig zu sehen. Die Ausstellung markiert anhand der starken Veränderungen des Halberstädter Stadtbilds in den letzten 70 Jahren zwischen „Untergang und Wiedergeburt“ die Zäsuren der jüngsten Stadtgeschichte.

Am Sonntag, dem 17. Februar 2019 möchten wir noch einmal mit Ihnen diese Zeit Revue passieren lassen. Um 15 Uhr wird es eine letzte Sonderführung durch die Ausstellung geben. Ab 16 Uhr werden wir nochmals zu einem Gespräch einladen. Im Rahmen der ausstellungsbegleitenden Veranstaltungsreihe „Schatzgeschichten bei Wein“ wird es an diesem Nachmittag eine „Schatzgeschichte bei Kaffee und Tee“ geben. Und welches Thema wäre als Abschluss besser geeignet als der Wiederaufbau des Halberstädter Stadtzentrums und des Rathauses, der wie kaum ein anderes Ereignis die Euphorie der 1990er Jahre dokumentiert.

Der Wiederaufbau gilt in der gesamten Bundesrepublik als einmalig. Beim bundesweiten Wettbewerb 2001/2002 "Leben in historischen Innenstädten und Ortskernen" bekam Halberstadt eine Goldmedaille.

Am 27. Juni 1991 verabschiedeten die Abgeordneten des Stadtparlamentes den Beschluss zur Ausschreibung eines offenen Ideenwettbewerbes zur künftigen Bebauung des Stadtzentrums. Im Mai des folgenden Jahres präsentierten die beteiligten Architekturbüros in einer Ausstellung unter dem Titel „Ideenwettbewerb - Stadtzentrum Halberstadt" ihre Ergebnisse. Im Juni 1995 beschlossen die Stadtverordneten den vorzeitigen Bebauungsplan für das Stadtzentrum. Als zentraler Ausgangspunkt zielte man auf die Wiederherstellung der historischen Doppelmarktstruktur. Die Bebauung des direkten Innenstadtbereiches erfolgte in den folgenden Jahren in drei Teilbereichen auf den historisch gewachsenen Grundstücken und Fluchtlinien.

Im November 1996 beschäftigte sich der Stadtrat in einer Sondersitzung mit der Frage, ob im Zentrum ein Rathaus gebaut werden soll. Nach sechsstündigen Diskussionen konnte mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen der Grundsatzbeschluss gefasst werden, dass auf historischem Platz das Rathaus zeitgleich mit der Errichtung des Stadtzentrums 1997/1998 entstehen soll.

In nur 17 Monaten entstanden auf einem rund 14 550 Quadratmeter großen Areal drei den historischen Stadtstrukturen angepasste Gebäudekomplexe.

Am 3. September 1998 sollten viele Wünsche in Erfüllung gehen. Eine Stadt, die über 50 Jahre ohne eigene Identität in ihrem Herzen leben musste, erhielt dieses Herz zurück. Das neue Halberstädter Zentrum konnte eingeweiht werden. Genau einen Monat später, am Tag der Deutschen Einheit, erfolgte die Übergabe des Rathausneubaus an historischer Stelle. Siegrun Ruprecht wird als unmittelbar beteiligte Zeitzeugin Impulse für ein gemeinsames Gespräch geben.

Wir laden Sie ein letztes Mal am Sonntag, dem 17. Februar 2019, ab 15 Uhr zur Sonderführung und ab 16 Uhr zu einem Gesprächsnachmittag in das Städtische Museum Halberstadt ein.

Anmeldungen für beide Veranstaltungen nehmen wir unter 03941/551474 entgegen.

(Simone Bliemeister/Städtisches Museum)

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Einweihung des neuen Stadtzentrums, Blick von den Martinitürmen auf das Zentrum

(Foto: Dieter Janietz, Sammlung Städtisches Museum)

Stadtverwaltung Halberstadt / Pressestelle /06.02.2019

 

© Ute Huch E-Mail

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