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„DenkRäume – aufklärung.mit.machen“.

Eine Ausstellung zum Mitdenken am Ende des Gleim–Jubiläums.

[(c): Gleimhaus]

Am 26. Oktober eröffnete im Gleimhaus die Präsentation „DenkRäume – aufklärung.mit.machen“. Sie bildet den Abschluss des Jubiläumsprogramms zum 300. Geburtstag des Dichters, Sammlers, Netzwerkers und Literaturaktivisten Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Gleim hat sich mit Engagement für Ideen und Projekte der Aufklärung eingesetzt. Durch seine Dichtungen, seine literatur- und kulturpolitischen Aktivitäten, seine Förderung von Bildung und sein Eintreten für die Ideen von Toleranz und Humanität praktizierte er Aufklärung. Das Gleimhaus versteht ‚Aufklärung‘ auch als unabgeschlossenen Prozess, und geht davon aus, dass jede Zeit ihre eigenen Fragen hat, die zur Aufklärung beitragen.

Aus dieser Überzeugung entstand das Projekt "aufklärung.mit.machen", durch welches die Ausstellung „DenkRäume“ vorbereitet wurde. Seit über einem Jahr treffen sich montags im Gleimhaus Menschen zum Gedankenklub und zu Gedanken-Werkstätten in geselliger Atmosphäre. Im Gedankenklub sind die Besucher eingeladen, Fragen an sich, an das Leben und die Welt auf den Tisch zu legen und zu diskutieren. Die Gedanken-Werkstätten bieten die Möglichkeit, einzelne Fragenkomplexe zu vertiefen. Damit ist das Gleimhaus zu einem Forum der gesellschaftlichen Reflexion geworden.

In der Ausstellung „DenkRäume – aufklärung.mit.machen“ finden diese Veranstaltungen ein Echo und zugleich eine Fortsetzung. Es handelt sich nicht um eine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, in der Objekte der Kunst, der Natur, der Technik gezeigt werden oder geschichtliche oder kulturelle Erkenntnisse präsentiert werden. „DenkRäume – aufklärung.mit.machen“ will nichts zu Ende Gedachtes präsentieren, sondern zum Mitmachen, sprich Mitdenken einladen.

Unsere Zeit ist einem rasanten Wandel unterworfen. Globalisierung, Technisierung, Digitalisierung, Umweltverschmutzung, Klimawandel und Völkerwanderungen stellen Politik und Gesellschaft vor Herausforderungen. Der Gedankenklub und die Gedanken-Werkstätten stellten sich diesbezüglich Fragen in einem Spannungsfeld zwischen Würde, Toleranz, Wissen, Bildung, Urteilsfähigkeit, Zukunft.
„DenkRäume“ stellt diese Fragen mitten in den Raum, damit sie von allen Seiten beleuchtet werden, und erweitert sie durch Skulpturen, Installationen, Lyrik sowie Klang- und Videokunst von Künstlern der Region und darüber hinaus, ab dem 10. November auch um Arbeiten von Alexander Kluge im Rahmen von dessen Opernprojekt „Ulm, Stuttgart, Halberstadt“.

Die Besucher sind eingeladen, durch Mitdenken, Kommentieren und aufklärung.mit.machen zu Akteuren zu werden.

Die Ausstellung wurde am 26. Oktober 2019, um 15 Uhr, eröffnet. „Denkräume – aufklärung.mit.machen“ ist bis zu Gleims 301. Geburtstag, dem 2. April 2020 zu sehen (siehe www.aufklaerung-mit-machen.de ). Die Ausstellung wird maßgeblich gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

© Jeannette Schroeder E-Mail

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