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Jüdisches Leben in Halberstadt

Jüdisches Leben in Halberstadt [(c): C. Rodriguez]

Die jüdische Gemeinde blickt auf knapp 800 Jahre Geschichte in der ehemaligen Bischofsstadt zurück. In ihrer Blütezeit im 18. Jahrhundert machte sie knapp zehn Prozent der Bevölkerung aus. Dank ihres bekanntesten Mitglieds Berend Lehmann (1661-1730), Hoffaktor von August des Starken von Sachsen, zählte die Gemeinde zu dieser Zeit zu einer der Bedeutendsten in ganz Mitteleuropa.

Dem aufmerksamen Beobachter offenbaren sich in der Halberstädter Altstadt noch heute einige Spuren jüdischen Lebens. Die Zeit unbeschadet überstanden hat das ehemalige Rabbinerseminar mit der dazugehörigen Klaussynagoge sowie die Gemeindemikwe, ein Ritualbad zur spirituellen Reinigung. Auch die kunstvollen Barockgrabsteine auf dem ältesten der drei jüdischen Friedhöfe  zeugen noch heute von der Bedeutung der damaligen Gemeinde und ihrer Mitglieder. Von der einst imposanten Barocksynagoge sind wenige Überreste erhalten, die sich hinter der mit hebräischen Schriftzeichen versehenen Pforte des Cafés und Restaurants Hirsch verbergen.

Das 2001 eröffnete Berend Lehmann Museum verbindet die bedeutenden Orte der ehemaligen jüdischen Gemeinde Halberstadts und macht deren Geschichte von den frühen Anfängen bis zu ihrem jähen Ende 1942 erlebbar.

Informationen über Öffnungszeiten, Preise und Anfahrt zum Berend Lehmann Museum

Führungen

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© Jeannette Schroeder E-Mail

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