Behinderte Menschen im Arbeitsleben - Jahresbericht für das Jahr 2011 liegt vor
Wer wünscht sich nicht einen guten Job, der Spaß macht, einen Job, der ein solides Einkommen, soziale Kontakte und nicht zuletzt Anerkennung bietet? Menschen mit Behinderung sind an der Verwirklichung beruflicher Träume genauso interessiert wie Menschen ohne Behinderung. Oftmals ist die Ausgangslage jedoch viel schwieriger.
Tatsächlich bestehen in vielen kleinen, aber auch größeren Betrieben oft Unsicherheiten zu arbeitsrechtlichen Fragen, wenn es um die Einstellung von schwerbehinderten Menschen geht. Viele Arbeitgeber gehen fast nur von Hürden aus und sehen nicht die Chancen beispielsweise in Form von finanzieller Unterstützung durch gesetzliche Lohnkostenzuschüsse oder durch Förderung der behindertengerechten Ausstattung eines Arbeitsplatzes. Wer seinen Blickwinkel mehr auf die vorhandenen Fähigkeiten eines Menschen legt und nicht auf das, was nicht mehr so gut funktioniert, hat gute Chancen, einen gewinnbringenden Weg zu beschreiten.
Natürlich muss die Integration behinderter Menschen für einen Betrieb betriebswirtschaftlich sinnvoll sein. Denn mit gutem Willen allein ist niemandem geholfen, weder dem Betrieb noch dem Betroffenen. Über Beispiele gelungener Integration informiert der aktuelle „Jahresbericht über die Situation der Menschen mit Behinderungen im Landkreis Harz" für das Jahr 2011. Auch über Fördermöglichkeiten bis zur Unterstützung bei Existenzgründungen wird in dem Bericht informiert. Zu Wort kommen Betriebe, die gute Erfahrungen mit der Beschäftigung behinderter Menschen gemacht haben.
Die Zahl der schwerbehinderten Menschen im Landkreis Harz ist mit nunmehr 18.118 im Vergleich zum Vorjahr (Plus 423) weiterhin angestiegen. In keinem anderen Landkreis bzw. kreisfreien Stadt in Sachsen-Anhalt leben mehr schwerbehinderte Menschen. Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Sachsen-Anhalt insgesamt ist um 1 775 Betroffene gesunken. Diese Feststellung spielt vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung im Landkreis Harz und dem Fachkräftemangel in Bezug auf Beschäftigung und die barrierefreie Gestaltung des Lebensraumes sowie die Chancengleichheit für alle Menschen eine bedeutende Rolle. Die berufliche Integration behinderter Menschen ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Ziel.
Der Jahresbericht ist im Internet unter www.kreis-hz.de veröffentlicht und kann auch bei der Behindertenbeauftragten des Landkreises Harz Silvia Illas unter Telefon 0 39 41/59 70-41 88 oder Postanschrift Landkreis Harz, Friedrich-Ebert-Straße 42 in 38820 Halberstadt, abgefordert werden.



