Mahnwache gegen die Eröffnung eines NPD-Büros in Halberstadt
Etwa 50 Teilnehmer protestierten am vergangenen Sonnabend mit einer Mahnwache gegen die Eröffnung eines NPD-Büros in Halberstadt. Sie waren dem Aufruf des Bürger-Bündnisses für ein gewaltfreies Halberstadt gefolgt und bekundeten mit Schildern und Transparenten, dass eine Anlaufstelle, die ausgewiesen "nur für Deutsche dieses Landes" offen ist, nicht gewünscht werde.
Unter Ihnen waren auch Undine Kurth, Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, CDU-Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger, Landtagsabgeordneter Dr. Detlef Eckert (Die Linke) sowie Halberstadt Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke), der Schirmherr des Bürger-Bündnisses für ein gewaltfreies Halberstadt ist.
Die NDP Sachsen-Anhalt hatte die Eröffnung eines Bürgerbüros durch den Kreisverband Harz in Halberstadt angekündigt. Ein NPD-Funktionär hatte erklärt, "den Strukturaufbau im Harz weiter voranzutreiben". Er rechne mit einer steigenden Mitgliederzahl.
"Wir wollen mit unserer Nichtwillkommens-Wache zeigen, dass die NPD bei uns nicht gern gesehen ist", erklärte Forum-Stadtrat Rainer O. Neugebauer vom Bürger-Bündnis für ein gewaltfreies Halberstadt. Er bezeichnete das "Bürgerbüro" als eine "getarnte rechtsextremistische Agitationsagentur".
Nach Angaben der Polizei, die gemeinsam mit Staatsschützern die Kundgebung abgesichert hatten, habe es keine Ausschreitungen am Rande der Mahnwache gegeben.
FOTO: Auf Transparenten bekundeten die Teilnehmer der Mahnwache ihre Ablehnung zur Eröffnung eines NPD-Büros in der Kreisstadt.






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