Maschinenbau Halberstadt investiert in Umwelttechnologien und spendet 3000 Euro für soziale Einrichtungen

Geld für wohltätige Zwecke: Firmenchef Kurt Schroth Mitte hinten und seine Mitarbeiter freuen sich gemeinsam mit den Kindern und Vertretern  der AWO, der Wärmestube und des Rauhen Hauses.

Über eine großzügige Weihnachtsspende in Höhe von insgesamt 3.000 Euro konnten sich kürzlich Kinder und Vertreter der AWO, des Rauhen Hauses und der Wärmestube des Franziskanerklosters freuen. Bei Kaffee, Kuchen und weihnachtlichen Süßigkeiten überreichte Kurt Schroth, Geschäftsführer der Neuen Maschinenbau Halberstadt GmbH (MBH), jeweils einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro an die AWO, 1.000 Euro an die Wärmestube und 1.500 Euro an das Rauhe Haus.

Die MBH hat sich in diesem Jahr entschlossen, auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und Partner zu verzichten und stattdessen einen Betrag an soziale Einrichtungen in Halberstadt zu spenden. "Bei einem Besuch haben wir uns selbst von der wohltätigen Arbeit in den drei Einrichtungen überzeugen können und wollen diese gern mit unserem finanziellen Beitrag unterstützen", sagte der Geschäftsführer gegenüber seinen Gästen. Die AWO-Kinder können sich freuen, weil das Geld einer geplanten Ferienreise zugute kommt. Die Wärmestube, in der bedürftige Menschen täglich ein warmes Essen und Kleidung erhalten, kann die Spende gut für die Kompensation der steigenden Kosten wie Energie, Logistik oder den Betrieb von Kühlsystemen gebrauchen. Und das Rauhe Haus wird von dem Geld den schon lange benötigten neuen Herd kaufen können. Denn auch hier bekommen Kinder täglich ein warmes Essen. Das Rauhe Haus kümmert sich um Kinder mit familiären und sozialen Problemen. Die MBH hofft, mit dieser Unterstützung an der Entwicklung der Stadt und an der Verbesserung der Wohlfahrt teilhaben zu können.

Die 1951 gegründete MBH gehört zu den Traditionsunternehmen in Halberstadt. Vom Entwickler und Hersteller von Schiffsmotoren, die weltweite eingesetzt sind, hat sich die Firma mit dem Aufbau von Heizkraftwerken einen weiteren Namen gemacht. Heute wird die Produktpalette mit Aggregaten zur Stromerzeugung im Leistungsbereich kleiner als 2 MW erweitert. Die Firma baut kleinere Motoren mit Generatoren ab 5 kVA, damit komplette Aggregate zur Stromerzeugung zur Verfügung stehen. Die Aggregate arbeiten mit Diesel, Gas, Schweröl, Dual Fuel oder Pflanzenöl. Schon sehr früh hat die MBH begonnen, sich mit verschiedenen Pflanzenölen auseinanderzusetzen und hat 2004 eine neue Technologie entwickelt. Hinter dieser Technologie stehen Umrüstmodule, die es erlauben, Dieselmotoren mit verschiedenen rohen Pflanzenölen wie Palmöl oder Jatrophaöl zu betreiben. Dem Palmöl wird als nachwachsende Energiequelle eine sehr gute Öko- und Energiebilanz bescheinigt. Die MBH hat schon mehrere Dieselkraftwerke für den Betrieb mit Pflanzenölen umgebaut. Ganz aktuell ist im Oktober dieses Jahres das erste Kraftwerk in Asien (Indonesien) für den Betrieb mit Pflanzenölen umgerüstet worden.

Das Augenmerk der Forschung- und Entwicklungsabteilung richtet sich derzeit verstärkt auf den Einsatz von Jatrophaöl, denn dieses Rohöl hat einen noch höheren Energiegehalt als Palmöl. Jedoch ist es auf dem Sektor der erneuerbaren Energie noch nicht anerkannt. Die MBH erwartet jetzt die Zustimmung des Umweltministeriums für den Einsatz von Jatrophaöl im firmeneigenen Kraftwerk in Halberstadt, um diese Technologie auf den Markt bringen zu können. "Wenn das gelingt", so Kurt Schroth, "wird die MBH die erste Firma Deutschlands sein, die mit Jatrophaöl ein Kraftwerk betreibt."

        

 

 

 

 

Für die Kinder und Vertreter der AWO, der Wärmestube und des Rauhen Hauses war es ein besonderes Ereignis, einmal die Schaltzentrale und das Innere des firmeneigenen Motorheizkraftwerkes (2,3 MW-Anlage), das auf Palmölbasis läuft, kennen zu lernen.

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