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Geschichte von Aspenstedt

1084 Aspenstede – 1096 Espenstede – 1241 Aspenstedi – 1567 Aszmustedt niederdeutsche Mundart: Assenstidde

Eine geschichtlich nachweisbare Erklärung unseres Ortsnamens ist nicht sichergestellt, aber die Bezeichnung geht auf die Bäume "Espen" und "Eschen" zurück. Die Esche ist als Grenzbaum bekannt, für ein umfriedetes Stück Land.

 

"In Silber aus grünem Dreiberg wachsend eine grüne Espe mit Blütenkätzchen, unterhalb der Baumkrone begleitet von zwei steigenden roten Milanen, der Dreiberg belegt mit einer silbernen Fontäne."



 

Der Baum im Wappen stellt eine stilisierte Espe dar und nimmt Bezug auf ein früheres Dienstsiegel. Die Milane verweisen auf das häufige Auftreten dieser Greifvögel. Der Quell auf dem Dreiberg symbolisiert den Ursprung des Assebachs, der hier entspringt. Das Wappen wurde 2008 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Geschichtliche Chronik

  • 1084 wird der Ort erstmalig in der Gründungsurkunde des Klosters Huysburg erwähnt. Bukow von Halberstadt bestätigt den Mönchen in den umliegenden Ortschaften ihr Eigentum. Darunter auch in Aspenstedt, insgesamt 18 Morgen.
  • 1158 werden dem Kloster 6 Hufen Acker (1 Hufe = 16 Morgen), eine Waldparzelle und eine Kirche bestätigt.
  • 1208 kauft das Kloster St. Burchardi / Halberstadt einen Holzfleck und einen Weinberg. Von südlich am Huyhang gelegenen Weinbergen ist auszugehen. In weiteren Jahrzehnten werden verschiedene Besitzansprüche vom Kloster Burchardi, Siechenhof Halberstadt und Kirchenstift "Unserer Lieben Frauen" in Aspenstedt geltend gemacht.
  • 1358 kommt Aspenstedt als Lehen an die Dompropstei Halberstadt
  • 1525 werden aufgrund reformatorischer Bewegungen Klöster, Burgen und Stifte geplündert, die bis dahin geltende äußere und innere Ordnung wird in Frage gestellt.
  • 1564 ordnet der 1. evangelische Bischof von Halberstadt (Sigismund) Kirchenbesitz und Glaubenslehre. Es findet eine Generalkirchenvisitation statt. Die Visitatoren kommen zu folgendem Resultat: Aspenstedt zählt 43 Hauswirte, aber "arg sind die kirchlichen und sittlichen Zustände der Gemeinde". Im 30-jährigen Krieg liegen die Regierungsgeschäfte in Händen des Domdechanten Spiegel. Für 1625 wird eine nicht zu leistende Gabepflicht in Naturalien und Geld vom Ort gefordert. 1639 wird Aspenstedt vom Domkapitel steuerlich neu veranlagt, Armut hatte sich längst ausgebreitet. 1730 wird die erste Schule gebaut, 1880 zählt sie 120 Schüler, 1894 baut man ein neues Schulhaus, die Einwohnerzahl wächst, Gemeindeverwaltung, Schul- und Kirchenverhältnisse ordnen sich neu.
  • 1757 tobt der 7-jährige Krieg. Die darauf folgenden Hunger- und Seuchenjahre sind hart.
  • 1807 gehört Aspenstedt zum Königreich Westpfahlen, d.h. neue, unbequeme Steuern und Verordnungen aber: Verwaltungsstrukturen, von denen man profitieren kann. Der Ort gehört kurze Zeit zu Oschersleben – Beginn des Obstanbaus vor Ort.
  • 1850 wütet die Pest, ein neuer Friedhof muß gebaut werden. Zuerst südlich des Ortes, dann nordöstlich.
  • 1882 Gründung des Männerchores Aspenstedt.
  • 1890 setzt die parlamentarische Gemeindeverfassung ein, alte Gebäude werden abgerissen, ein neues Pfarr- und Gemeindehaus wird gebaut.
  • 1903 Beginn großer Reparaturarbeiten in der Kirche: 3704,72 Reichsmark.
  • 1904 kommt aus dem Derenburger Elektrizitätswerk Beleuchtung in Häuser und Straßen.

Weitere Informationen sind im Pfarramt zu erfragen.

© Jeannette Schroeder E-Mail

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