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Neues Konzept soll Stolz der Halberstädter und Aufmerksamkeit bei Touristen wecken
Neue Ideen sind wichtig, will man im Wettstreit um die Gunst der Reisenden bestehen. Halberstadt ... weiterlesen

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BCKategorie 21.09.2015 09:27:53 Uhr

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Als Sohn eines Steuereintreibers wurde er 1719 in Ermsleben bei Aschersleben geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft  in Halle lebte er in Berlin und Potsdam und kam 1747 als - modern gesagt - Verwaltungsleiter des Domstiftes nach Halberstadt, wo er bis zu seinem Tod 1803 lebte. Waren es in seiner Jugend seine dichterischen Werke, die ihn bekannt machten, so wurde es im Alter mehr und mehr seine Förder- und Sammlungstätigkeit. Gleim war im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts der größte bürgerliche Mäzen für junge Dichter im nord- und mitteldeutschen Raum. Er nutzte seine vielen hundert Freund- und Bekanntschaften, um etwas für die deutsche Literatur zu tun. "Vater Gleim" - wie er genannt wurde - war eine Instanz im literarischen Leben.

J. W. L. Gleim, half dem Freiherren von Spiegel bei der Verwirklichung seiner Idee ein kahles und unbewaldetes Gebiet nahe Halberstadt zu erwerben und es fachgerecht aufzuforsten. Dieses Gebiet sollte den Halberstädtern als Erholungsgebiet zugänglich gemacht werden. Der Landschaftspark ist bekannt unter dem Namen Spiegelsberge.


Sein Leben in Daten

1719
Geburt am 2. April in Ermsleben

1738
Studium der Rechte
anakreontische Dichtungen

1743
Tätigkeit als Hauslehrer in Potsdam

1744 - 1745
Versuch in Scherzhaften Liedern
Sekretär im Zweiten Schlesischen Krieg, nach Tätigkeit als Stabssekretär Umzug nach Berlin

1746
Freundschaftliche Briefe

1747
Anstellung als Domsekretär in Halberstadt

1756
Romanzen und Fabeln
Erwerb eines Kanonikats des Stiftes Walbeck

1758
Preußische Kriegslieder

1768
Briefe von den Herren Gleim und Jacobi

1773
Gedichte nach den Minnesingern

1774
Halladat oder Das rothe Buch

1781
Gründung der Gleim`schen Familienstiftung

1785
Audienz bei Friedrich II.

1797
Beendigung des Amtes als Domsekretär

1803
Tod am 18. Februar in Halberstadt