Aktuelles

09.10.2017

Ungehobenen Schätzen auf der Spur

Neues Konzept soll Stolz der Halberstädter und Aufmerksamkeit bei Touristen wecken
Neue Ideen sind wichtig, will man im Wettstreit um die Gunst der Reisenden bestehen. Halberstadt ... weiterlesen

alle aktuellen Meldungen

BCKategorie 21.09.2015 09:27:53 Uhr

Gedenksäule

vergrößern

Im Jahr 1766 ließ der Bayreuthische Geheime Rat und Oberforstmeister Ernst Georg Spiegel von und zu Peckelsheim zu Ehren seines Vetters E. L. Ch. Spiegel, Freiherr zum Desenberg nahe der höchsten Kuppe der Spiegelsberge, der Heinrichshöhe, eine Ehrensäule errichten. Die Basis bildet ein von Sandsteinmauerwerk stabilisierter Hügel. Mit etwas Fantasie kann man an der Vorderfront des Stützmauerringes stark verwitterte Reliefdarstellungen eines Faun oder Satyrs erkennen, der eine Traube hält (Bacchus?). Das eigentliche Denkmal besteht aus einem Postament und einer hohen Säule, welche ein ionisches Kapitel mit Kugelbekrönung trägt.

Am Postament sind neben dem Namen des Stifters und der Jahreszahl 1766 das Wappen Spiegels mit dem von Friedrich II. von Preußen gestifteten St. Stephans Orden sowie eine Marmortafel mit einer Widmungsinschrift angebracht. Letztere preist in Versform die Verdienste des Domdechanten bei der Kultivierung der einst öden Berge.´

Widmungsinschrift der Gedenktafel

Mamortafel mit Widmungsinschrift

"Wer schuf zu einem Tusculum,
sich diese wilde Gegend um?
Wer gab euch Bergen, die Gestalt,
Euch öden Felsen Wald?

Wer bauete mit segensvoller Hand
Dies starre unfruchtbare Land?
Wer trieb aus diesem kalten Schoß
die goldnen Äpfel, vollen Trauben?

Wer wölbete dem Wanderer aus Moos,
den sanften Sitz, die schattenreichen Lauben?
Sag´ es der Nachwelt an, du Stein!

Schallt es ins ferne Tal ihr Hügel!
die Wildnis bildete zum Hain,
ein Menschenfreund – ein Spiegel!"