BCKategorie 21.09.2015 09:27:53 Uhr

Einzelhandelskonzept für die Stadt Halberstadt

1. Das Einzelhandelsgutachten vom Januar 2009, erstellt von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) wird als konzeptionelle Grundlage für die Entwicklung der Einzelhandelsansiedlungen in Halberstadt im Zeitraum bis 2015 zur Kenntnis genommen. Es ist auf der Grundlage des § 9 Abs. 2a BauGB oder in Anwendung des § 34 Abs. 3 BauGB in öffentliches Recht umzusetzen.

2. Die in der Anlage dargestellten Bereiche der Stadt werden als zentrale Versorgungsbereiche festgelegt:

   A Einkaufsinnenstadt mit Potenzialfläche: Stadtzentrum (Märkte, Breiter Weg)
   B Innerstädtischer Ergänzungsbereich: Altstadt (Johannesbrunnen/Voigtei)
   C Stadtteilzentrum Nord: Einzelhandelszentrum am Torteich
   D Nahversorgungszentren: Sargstedter Weg | Richard-Wagner-Straße | Westerhäuser Straße |Harzstraße


3. Einzelhandelsbetriebe mit innenstadtrelevanten Sortimenten gemäß der anliegenden Sortimentsliste sind innerhalb der Einkaufsinnenstadt (A) sowie des Ergänzungsbereiches Altstadt (B) anzusiedeln.


4. Im Stadtteilzentrum Nord sind Einzelhandelsbetriebe mit Sortimenten der entsprechenden Sortimentsliste anzusiedeln.


5. In den Nahversorgungszentren sind Einzelhandelsbetriebe nur mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten gemäß der anliegenden Listen anzusiedeln.


6. Außerhalb der definierten zentralen Versorgungsbereiche können ausnahmsweise zentrenrelevante oder nahversorgungsrelevante Sortimente in Einzelhandelsbetrieben mit einer Fläche größer als 200 m² zugelassen werden, wenn der Antragsteller über ein Verträglichkeitsgutachten nachweist, dass von dem Vorhaben keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der zentralen Versorgungsbereiche
ausgeht. Der Gutachter ist im Einvernehmen mit der Stadt festzulegen. Als Randsortimente dürfen die innenstadt- und nahversorgungsrelevanten Sortimente maximal 10 % der Verkaufsfläche einnehmen, dabei gilt für jede Branche die Obergrenze von 200 m².


7. Einzelvorhaben mit einer Verkaufsfläche bis maximal 200 m² können auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche zugelassen werden. Dabei darf die Verkaufsfläche mehrerer Einzelvorhaben an einem Standort (Geschäftsagglomeration) in der Summe 400 m² nicht übersteigen.

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Einzelhandelskonzept für die Stadt Halberstadt; Beschluss Nr. 45 (V/09) vomm 22.10. 2009
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Anlage: Zentrale Versorgungsbereiche_Sortimentslisten_GMA
2.5 MB
Begründung zum Einzelhandelskonzept
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