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Wertstoff- und Abfallcontainer, Stapler-Anbaugeräte, Umweltschutz-Ausrüstungen: Bauer GmbH Halberstadt vertreibt Produkte weltweit

[(c): Stadt Halberstadt, Ute Huch]

Jeder kennt sie, jeder braucht sie, jeder nutzt sie – die Wertstoff-Container ganz in der Nähe oder am Supermarkt. Und hergestellt werden die Container für die Sammlung von Glas, Papier und Restabfall in Halberstadt. Und nicht nur die: Die BAUER GmbH entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Wertstoff- und Abfallcontainer, Stapler-Anbaugeräte sowie Umweltschutz-Ausrüstungen. Die Firma ist heute einer der führenden Hersteller in Europa. Produziert wird ausschließlich in den Werken Südlohn und Halberstadt, in denen die BAUER-Gruppe über 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Konstrukteure des Unternehmens arbeiten in Südlohn.
Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke und Thomas Rimpler, Fachbereichsleiter Wirtschaft bei der Stadtverwaltung Halberstadt, besuchten kürzlich das Unternehmen.

Begrüßt wurden die Stadtvertreter durch den geschäftsführenden Gesellschafter Heinz Dieter Bauer, der 1966 das Unternehmen in Südlohn (westliches Münsterland) gegründet hat, wo auch heute noch der Stammsitz der Firma  ist, und Elke Ahrent, Betriebsleiterin in  Halberstadt.
Seit 1993 wird in Halberstadt im Gewerbegebiet „In den langen Stücken“ produziert. Elke Ahrent: „Angefangen haben wir 1993 mit 15 Mitarbeitern, heute sind wir 83! Das hatte natürlich auch zur Folge, dass die Produktionsfläche in dieser Zeit um drei Hallen erweitert werden musste, auf heute ca. 8500 qm. Jetzt ist man nahezu an der Grenze, was die Grundstücksgröße betrifft“, schildert Elke Ahrent. „Die Auftragslage ist hervorragend. Es wird seit Wochen an der Kapazitätsgrenze gearbeitet, um die Lieferzeiten einzuhalten. Wir haben gut zu tun.“ Heinz Dieter Bauer ist sehr zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens hier im Vorharz, das 2018 sein 25jähriges Jubiläum feiern wird. Das Umsatzvolumen beträgt 8 Millionen Euro im Jahr bei einer Produktion von 22.000 Behältern in zwölf Monaten. 95 % der Produkte werden über Versandhandel verkauft. 40 % beträgt der Exportanteil unter anderem nach Frankreich, Holland, Dänemark, Norwegen und in die Schweiz. Der Stahl kommt aus EU-Ländern, sowie aus China, Indien und Südamerika.

Beim Rundgang durch die Firma konnten sich Andreas Henke und Thomas Rimpler von dem in die Zukunft ausgerichteten Unternehmen überzeugen. Allein im Jahr 2017 wurden wieder eine Millionen Euro investiert: Schweißroboter, Laseranlage, Abkantband, Schere – alles programmgesteuert.

Ein großes Problem ist der Fachkräftemangel. Der Hauptanteil der Belegschaft ist zwischen 55 und 60 Jahre alt. Das Unternehmen braucht dringend Konstruktionsmechaniker / Schlosser. Auf diese Ausbildung könne man gut aufbauen: Spezialisierung auf CNC gesteuerte Anlagen, Meisterausbildung, Studium. Aber auch die Suche nach geeigneten Lehrlingen gestalte sich schwierig. „Wir bilden selber aus und haben derzeit nur drei Azubis an Bord“, berichtet Elke Ahrent.

Es gibt noch ein Thema, das der Geschäftsführung auf den Nägeln brennt: Die Internetverbindung mit der zu geringen Datenleitung. Dem Wirtschaftsförderer Thomas Rimpler ist das Problem bekannt. Er stellt in Aussicht: „ Ende 2018/Anfang 2019 soll das Gewerbegebiet mit 100 Mbit (Glasfaserkabel) ausgestattet sein.“ Auch das Thema Lehrlingssuche notiert sich Rimpler und informiert über ein gerade im Aufbau befindliches Projekt zur Vernetzung von Wirtschaft/Schule/Arbeitsagentur, das hier zukünftig Abhilfe schaffen soll.

FOTO 1:
Blick auf die neue Laserschneidanlage für Blechdicken bis 20 mm

(von links) Betriebsleiterin Elke Ahrent, Oberbürgermeister Andreas Henke, Geschäftsführer Heinz Dieter Bauer und Thomas Rimpler, Fachbereichsleiter Wirtschaft.

FOTO 2-4:
Weitere Fotos vom Rundgang durch die Firma.

© Antonia Thiermann E-Mail

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