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Sonderausstellung „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ im Heineanum

[(c): Dr. Christoph Franz Robiller]

Das Naturkundemuseum Heineanum eröffnete am Samstag, 4. März 2017, 15:00 Uhr, im Städtischen Museum Halberstadt am Domplatz die Sonderausstellung „Ein Vogel wollte Hochzeit machen ~ Fotos von Dr. Christoph F. Robiller“.

Das Familienleben der Vögel spielt sich oft direkt vor unseren Augen ab. Das ist einer der Gründe, warum Vögel so populär sind. Das erste Vogellied kündigt den nahenden Frühling an; nach langen Winternächten den Beginn neuen Lebens. Viele Vogelmännchen legen nun schmucke Hochzeitkleider an und werben lautstark um ihre Weibchen. Kein Wunder, dass „Die Vogelhochzeit“ eines der bekanntesten und ältesten deutschen Volkslieder ist.

Fortpflanzung ist eines der Merkmale, die alle Lebewesen auszeichnen. Bei den Vögeln ist sie in ein komplexes System von Verhaltensweisen eingebunden, zu denen Partnersuche, Balz, Paarbindung, Paarung, Brutpflege und Jungenaufzucht gehören. All das ist Gegenstand der Ausstellung und dieses Katalogs. Gleichzeitig ist die Fortpflanzung im Leben der Tiere eine sehr sensible und störanfällige Phase. Von ihrem Erfolg hängt das Überleben der Art ab.

Die phantastischen Fotos von Christoph Franz Robiller sind deshalb keine Aufforderung zur Nachahmung. Sie bedürfen langjähriger Erfahrung, sensiblen Einfühlungsvermögens, angepasster technischer Ausrüstung und endlose Ausdauer. Verstecke müssen oft lange vor Taganbruch bezogen und dürfen erst nach Sonnenuntergang verlassen werden. Vor allem aber bedarf es für viele Arten naturschutzrechtlicher Genehmigungen, um in ihren Lebensraum einzudringen. Christoph Franz Robiller hat all diese Dinge in einem Buch kenntnisreich und ausführlich beschrieben. Er hat stets lokale Artexperten, Naturschutzorganisationen und Behörden in seine Aktivitäten eingebunden. Das Wohl des Tieres stand immer im Mittelpunkt. Seine Bilder sprechen von dieser Sensibilität.

Erfreuen Sie sich an den Einblicken in das Familienleben der Vögel. Was man ins Herz schließt, für dessen Fortbestand tritt man auch ein. In diesem Sinne sollen Ausstellung und Katalog auch für den Schutz dieser einzigartigen Lebewesen werben.

Die Fotoschau, zu der es auch einen Katalog zum Preis von 8 Euro gibt, wird bis zum 5. Juni 2017 gezeigt.

© Dominic Borchert E-Mail

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